"Gysi & Schmidt": Brauchen wir die Nationalmannschaft noch?

teleschau
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Um Corona kommen Gregor Gysi und Harald Schmidt in ihrem Jahresrückblick selbstredend nicht herum, aber dieses Jahr hatte ja noch mehr zu bieten. Beispielsweise eine zeitweise desaströse deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Ein gefundenes Fressen für das frotzelnde Duo.

Natürlich darf in keinem Jahresrückblick, der etwas auf sich hält, die Corona-Pandemie fehlen. Bei "Gysi & Schmidt: Der ntv Rückblick" (Samstag, 19. Dezember, 19.10 Uhr, ntv und auf Abruf bei TVNOW) kommen jedoch haufenweise weitere Themen auf den Tisch. Wenn sich Entertainer und Moderator Harald Schmidt und Linken-Politiker Gregor Gysi über das Jahr 2020 austauschen, sind spitzzüngige Kommentare garantiert. Unter anderem bekommt die deutsche Fußballnationalmannschaft ordentlich ihr Fett weg. Harald Schmidt stellt gar deren Daseinsberechtigung zur Debatte: "Die Frage ist doch, brauchen wir noch die Nationalmannschaft?"

"Warum sollte ich mich für eine Mannschaft interessieren, die nur deshalb zusammen ist, weil alle zufällig denselben Pass haben?", fährt er fort. Die Nations League bezeichnet der 63-Jährige als "schnarch-langweilig" und hält sie für "eine Marketingsache". Harald Schmidt empfiehlt Bundestrainer Joachim Löw und Manager Bierhoff zudem, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Schließlich habe Horst Lichter mit "Bares für Rares" zuletzt mehr Zuschauer erreicht als das Nationalteam. "Das wäre vielleicht noch eine Möglichkeit, dass die beiden sympathisch und menschlich rüberkommen", gibt Schmidt den beiden DFB-Verantwortlichen noch eine mit.

Harald Schmidt: "Wo sind denn die Frauen um die 40, die mal richtig Gas geben?"

Bei der US-Wahl wird es hingegen ernst. Als außenpolitischer Sprecher der Linken freut sich Gregor Gysi zwar über die Niederlage Trumps und Joe Bidens Sieg, stellt aber klar: "Das heißt noch nicht, dass wir den nationalen Egoismus überwunden haben und auch nicht die Spaltung einer Gesellschaft." Harald Schmidt wagt hingegen die Prognose, dass Vizepräsidentin Kamala Harris noch für Aufsehen sorgen wird. "Da wird uns Hillary Clinton als Kuschelteddy vorkommen."

Von den Frauen der deutschen Politik erhofft sich Schmidt hingegen nicht viel: "Wo sind denn die Frauen um die 40, die mal richtig Gas geben?" Er sieht in naher Zukunft keine deutsche Jacinda Ardern - beliebte Premierministerin in Neuseeland - kommen. "Wir haben Frau Baerbock von den Grünen, die wird auf den letzten Metern auch dem schönen Robert den Vortritt lassen müssen."