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Haus treibt im Meer: Mindestens 4 Todesopfer bei 4 Lawinenabgängen in Nordnorwegen

Bei vier Lawinenabgängen im hohen Norden Norwegens sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche Menschen werden in der Region vermisst.

Laut Polizeiangaben wurde eine ausländische Touristengruppe in der Nähe des Gipfels Kavringtinden von einer Lawine erfasst, mindestens eine Person kam dabei ums Leben, zwei weitere Mitglieder der Gruppe seien verletzt worden. Laut AFP handelte es sich um Touristen aus Italien, die Nationalität des Verstorbenen sei bislang unbekannt.

Zwei weitere Menschen starben, als eine andere Schneelawine ein Haus und eine Scheune auf der Insel Reinøya ins Meer riss. In der Scheune befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe 140 Ziegen.

Am Abend gab die Polizei in einer Erklärung bekannt, dass eine vierte Person von einer weiteren Lawine in der Region Nordreisa getötet worden war.

"Diese Person gehörte zu einer ausländischen Reisegruppe. Ein anderes Mitglied der Gruppe entdeckte (das Opfer) und alarmierte die Rettungsdienste", sagte die Polizei ohne Angabe der Nationalität.

Weiter schlechtes Wetter in Sicht

Die Lokalzeitung Aftenposten berichtete, dass die Behörden den Menschen rieten, sich von den betroffenen Gebieten fernzuhalten, da das schlechte Wetter die Rettungsversuche behindere, und bezeichnete die Lage als äußerst ernst.

Warnungen vor Schneestürmen und starkem Wind für Freitag und Samstag haben dazu geführt, dass viele Menschen ihre Häuser in kleinen Orten in Tromsø für mindestens 48 Stunden verlassen mussten, weil die Gefahr weiterer Lawinen besteht. Auch für den Sonntag besteht in vielen Gebieten erhebliche Lawinengefahr.

Unbedingt auf Wetterwarnung achten!

Zwei Lawinen haben die Zufahrtsstraße zur Stadt Hammerfest in der Finnmark gesperrt, und es wurde vor sehr schwierigen Fahrbedingungen aufgrund der großen Schneemengen und des starken Windes gewarnt.

Die Experten von Visit Norway raten, die Website varsom.no zu besuchen, um aktuelle Informationen über Lawinen zu erhalten. Empfohlen wird auch eine App namens Regobs, mit der man Routen sicher planen kann.

Wetterinformationen gibt es auf der Website yr.no. Experten raten außerdem, einen geprüften Skiführer zu buchen.