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Hidden Headlines: Nasa zeigt faszinierendes Mars-Foto

Der Mars-Rover Curiosity hat eine neue Region erreicht – nach einem langen und steinigen Aufstieg. Der hat Jahre gedauert und viel Planung erfordert.

Ein Selfie von Curiosity. Das hat der Mars-Rover 2019 von sich aufgenommen
Ein Selfie von Curiosity. Das hat der Mars-Rover 2019 von sich aufgenommen. (Foto: NASA / JPL-Caltech / MSSS)

Puh, das war ein langer Aufstieg für Curiosity: Seit 2014 ist der autogroße Mars-Rover einen Berg auf dem Roten Planeten hinaufgefahren. Vor kurzem hat er endlich einen Kamm erreicht und jetzt ein eindrucksvolles Foto von seiner neuen Umgebung zur Erde geschickt.

Was ist passiert?

Der Rover Curiosity befährt den Mars unermüdlich seit August 2012. Dabei hat er schon unzählige Daten gesammelt und viele Kilometer Strecke bewältigt. Jetzt hat er eine neue Region erreicht auf dem Mount Sharp.

Dabei handelt es sich um den über fünf Kilometer hohen Zentralberg der Kraterebene Gale. Sie wurde damals von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA als Landeplatz für Curiosity ausgewählt, weil Wissenschaftler*innen dort vielversprechende Sedimente und Gesteinsschichten ausgemacht hatten, die sie untersuchen wollten.

Jede neue Region, die Curiosity erreicht, wird deshalb von großem Interesse auf der Erde begleitet. So auch jetzt, als der Rover auf dem "Gediz Vallis Ridge" ankam. Ein Bergkamm mit einer etwa drei Milliarden Jahre alten Entstehungsgeschichte, als es noch Seen und Flüsse auf dem Mars gab – und vielleicht sogar auch Leben.

Überall auf dem Kamm liegen Felsbrocken verstreut. Das sieht nicht nur eindrucksvoll aus, wie ein aktuelles Foto von Curiosity zeigt. Die Felsen machten den Weg dorthin auch sehr beschwerlich. So schreibt Mashable, dass die NASA die genaue Reiseroute etwa Jahre lang geplant hat.

Und die Weltraumbehörde selbst erklärte: "Die letzten Monaten bewältigte Curiosity den anstrengendsten Aufstieg, den er je gemacht hat." Vergleichbar wäre er damit, eine sandige Düne am Strand hochzurennen, während sich ständig loser Sand löst. Mit dem Unterschied, dass die Düne zusätzlich noch von Felsen durchzogen ist.

So reagiert die Netzgemeinde

Online haben viele Weltraumfans mit Curiosity mitgefiebert und freuen sich über das erreichte Zwischenziel. So schreibt jemand: "Vielen Dank für deine Arbeit!" Und: "Es ist wirklich wild. Ich esse gerade, während ich ein Foto eines fernen Planeten anschaue, das du gemacht hast." Oder: "Ohje, deine armen Reifen. Pass da draußen gut auf dich auf."

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Andere sind von dem Ausblick, den Curiosity hat, schwer beeindruckt. Neben dem Felsenmeer, in dem der Rover steht, ist in der Ferne eine riesige Bergkette zu sehen – der Rand des Gale-Kraters. Jemand schreibt dazu: "Es ist wirklich aufregend, zu sehen, wie sich manche Regionen auf der Erde und auf dem Mars ähneln." Und: "Wow, was für ein Panorama." Oder. "So viel leere Weite. So viele Möglichkeiten!"

Das sind die Hintergründe

Curiosity feierte am 5. August seinen elften "Landiversary" – also den elften Jahrestag seiner Landung auf dem Mars. Seither erforscht der Rover den Roten Planeten.

Im vergangenen Jahr hat er dabei, das schreibt NASA auf dem Kurznachrichtendienst X, 30 Kilometer Strecke zurückgelegt, einen weiteren Meteoriten entdeckt, eine neue Region befahren und die bislang anstrengendste Bergfahrt bewältigt. Aber das soll es längst nicht gewesen. Denn: "Ich habe vor, hier noch viel zu entdecken! Ich freue mich auf weitere Abenteuer auf dem Mars."

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