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Hollokö: Wo Frauen und Mädchen an Ostern nicht trocken bleiben...

Hollokö: Wo Frauen und Mädchen an Ostern nicht trocken bleiben...

Egal, ob es regnet oder nicht - in Hollokö im Nordosten von Ungarn müssen am Ostermontag alle jungen Frauen und Mädchen damit rechnen, dass sie nicht trocken bleiben.

Der Tradition zufolge werden vor allem zukünftige Bräute mit Wasser überschüttet. Und viele Mädchen machen gerne mit.

Liliana Gyurko erklärt: "Wenn ich diese Tracht trage, fühle ich mich sicher. Das ist mein wahres Ich, das ist mein Zuhause."

Die Cheforganisatorin der Veranstaltung, Boglarka Bakos, sagt: "Es ist für die einheimischen Männer selbstverständlich, ihre Eimer zu holen und jede Frau, die sie erwischen können, mit Wasser zu überschütten. Sie stehen zu ihrem Spruch: 'Frauen sollen nicht trocken bleiben'."

Kritik am Eintrittspreis von 16 Euro

Viele Menschen haben die Veranstaltungsorganisation in Hollókő kritisiert, weil sie von Erwachsenen einen Eintrittspreis von 6500 Forint verlangt, das sind umgerechnet etwas mehr als 16 Euro. Die Organisatoren sagen jedoch, dass dies nicht viel Geld sei, da man mit dem Ticket Zugang zu allen Museen, Konzerten, Tanzsälen und dem Schloss hat.

Treffen für Volkstanz und Gesang

Schon seit 1987 gehört das Wasser-Spektakel zum UNESCO Weltkulturerbe. Aber das Brauchtum gab es natürlich schon lange vorher. Manche erklären es als eine Art Taufe.

Zoltán Siposhegyi von Euronews Ungarn ist vor Ort mit dabei. Er erklärt: "Hier in Hollókő bleibt kein Mädchen trocken. Das viertägige Osterfestival hat sich zum renommiertesten Treffen für Volkstanz und -gesang entwickelt, was jedes Jahr mehr Menschen nach Hollókő lockt. "