Werbung

Eine Horrorpuppe im Kinderzimmer: Das sind die Heimkino-Highlights der Woche

Die junge Cady (Violet McGraw) hat bei einem Unfall ihre Eltern verloren. M3GAN soll ihr nun als eine Art neue beste Freundin zur Seite stehen.
 (Bild: 2022 UNIVERSAL STUDIOS / Geoffrey Short)
Die junge Cady (Violet McGraw) hat bei einem Unfall ihre Eltern verloren. M3GAN soll ihr nun als eine Art neue beste Freundin zur Seite stehen. (Bild: 2022 UNIVERSAL STUDIOS / Geoffrey Short)

"M3GAN", "Rheingold" und "Triangle of Sadness": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Das ging schnell: Nicht einmal zwei Wochen nach dem US-Start von "M3GAN" im Januar 2023 kündigten die Produzenten hinter dem gehypten Killer-Puppen-Horror eine Fortsetzung an: Das Sequel "M3GAN 2.0" soll im Januar 2025 in den Kinos starten. Allison Williams und Violet McGraw werden wieder in ihre Rollen aus "M3GAN" schlüpfen; als Drehbuchautor ist erneut Akela Cooper vorgesehen. Wer bei dem neuen Film Regie führen wird, ist noch nicht bekannt. An den US-Kinokassen wurde bereits am Startwochenende ein Vielfaches der Produktionskosten (zwölf Millionen Dollar) eingespielt, zuletzt lagen die Einnahmen für "M3GAN" bereits bei weltweit über 172 Millionen US-Dollar. Der Puppen-Horror erscheint nun ebenso wie Fatih Akins Biopic "Rheingold" und die Tragikomödie "Triangle of Sadness" auf DVD und Blu-ray.

James Wan schrieb am Drehbuch zu "M3GAN" mit und fungierte auch als Produzent. Dass er sich mit Gruselpuppen auskennt, bewies er unter anderem schon mit "Saw" und "Annabelle". (Bild: Universal Studios)
James Wan schrieb am Drehbuch zu "M3GAN" mit und fungierte auch als Produzent. Dass er sich mit Gruselpuppen auskennt, bewies er unter anderem schon mit "Saw" und "Annabelle". (Bild: Universal Studios)

"M3GAN" (VÖ: 30. März)

Im Mittelpunkt des Horror-Hits steht die titelgebende Androidin - M3GAN steht für "Model 3 Generative Android". Sie soll der kleinen Cady (Violet McGraw) über den Tod ihrer Eltern hinweghelfen. Deren Tante Gemma (Allison Williams) sieht in der Puppe die perfekte Möglichkeit, eine neue Freundin für Cady zu finden. Doch die Robotik-Expertin hat die Rechnung ohne den stark ausgeprägten Beschützerinstinkt der Hightech-Puppe gemacht. Um Cady zu beschützen, ist M3GAN kein Mittel zu schade - sie geht sogar über Leichen. Gerard Johnstone führte bei "M3GAN" Regie (Drehbuch: Akela Cooper), als starker Mann im Hintergrund war aber vor allem auch Produzent James Wan maßgeblich an der Entstehung dieses Films beteiligt - ein großer Horror-Visionär und Spezialist für Gruselpuppen ("Saw", "Annabelle").

Preis DVD: circa 13 Euro

US, 2022, Regie: Gerard Johnstone, Laufzeit: 98 Minuten

Xatar (Emilio Sakraya) bastelt hinter Gittern weiter an seiner Musiker-Karriere. (Bild: Warner Bros.)
Xatar (Emilio Sakraya) bastelt hinter Gittern weiter an seiner Musiker-Karriere. (Bild: Warner Bros.)

"Rheingold" (VÖ: 30. März)

Was von all dem in "Rheingold" Gezeigten wirklich genau so passiert ist, das weiß man natürlich nicht. Es ist die Geschichte aus Hajabis Perspektive, der Film basiert auf seinem autobiografischen Roman "Alles oder Nix: Bei uns sagt man, die Welt gehört dir". Aber Narrativ und Gossen-Romantik hin oder her, die großen Eckpunkte der Geschichte sind historisch dokumentiert. Hajabi fängt als kleiner Straßendealer an, wird dann zum Großhändler. Als er dann eine gigantische Drogenladung verliert und Ärger mit dem Kartell droht, entschließt er sich zu einem spektakulären Raub, um das Geld wieder reinzuholen. Hajabi flieht über Moskau in den Irak, wird von Geheimdiensten gejagt und gefangen genommen, sitzt dann bis 2014 in einem Gefängnis in NRW. Und schraubt von da an weiter an seiner bereits gestarteten Musiker-Karriere. Fatih Akin hat sich hier einen Stoff ausgesucht, der viel erzählt über die facettenreiche Persönlichkeit Giware Hajabi, über die Rap-Kultur und über das Leben auf der Straße, nicht nur in Deutschland. In der Hauptrolle als Xatar ist Emilio Sakraya zu sehen. Den Soundtrack lieferte der "Baba aller Babas" Xatar selbst.

Preis DVD: 13 Euro

DE, 2022, Regie: Fatih Akin, Laufzeit: 138 Minuten

Fatih Akins "Rheingold" basiert auf dem autobiografischem Roman "Alles oder Nix" von Rapper Xatar. (Bild: Warner Bros.)
Fatih Akins "Rheingold" basiert auf dem autobiografischem Roman "Alles oder Nix" von Rapper Xatar. (Bild: Warner Bros.)

"Triangle of Sadness" (VÖ: 24. März)

Für einen Oscar hat es trotz drei Nominierungen - als Bester Film, für das Beste Originaldrehbuch sowie für die Beste Regie - am Ende nicht gereicht. Sehen lassen kann sich die Liste an Auszeichnungen, die Ruben Östlunds "Triangle of Sadness" seit der Premiere im Mai 2022 eingeheimst hat, aber allemal: Unter anderem wurde die Tragikomödie mit der Goldenen Palme in Cannes, dem schwedischen Filmpreis Guldbagge sowie vierfach mit dem Europäischen Filmpreis bedacht. Und das völlig zu Recht: In seiner tiefschwarzen Satire nimmt der schwedische Regisseur Östlund gekonnt die Schönen und Reichen aufs Korn. Schauplatz des Films ist eine Luxusyacht, auf der sich unter anderem ein junges Paar (Harris Dickinson und Charlbi Dean Kriek) wegen Nichtigkeiten zankt und eine Oligarchengattin (Sunnyi Melles) das Bordpersonal terrorisiert - bis die Situation an Bord plötzlich aus dem Ruder läuft ...

Preis DVD: circa 15 Euro

SE, 2022, Regie: Ruben Östlund, Laufzeit: 141 Minuten

Oligarchengattin Vera (Sunnyi Melles, rechts) nervt am laufenden Band das Bordpersonal - auch eine junge Stewardess (Alicia Eriksson) muss Veras seltsame Forderungen erfüllen. (Bild: Alamode Film / Frederik Wenzel)
Oligarchengattin Vera (Sunnyi Melles, rechts) nervt am laufenden Band das Bordpersonal - auch eine junge Stewardess (Alicia Eriksson) muss Veras seltsame Forderungen erfüllen. (Bild: Alamode Film / Frederik Wenzel)