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Deutschlands neuer Stürmerstar

Nach seinem Dreierpack gegen RB Leipzig am 19. Spieltag legte Deniz Undav am Samstag gegen den SC Freiburg direkt nach: Ein Tor und zwei Vorlagen steuerte der 27-Jährige beim 3:1-Auswärtssieg seines VfB Stuttgart bei.

„Es hat alles gepasst. Annahme, Mitnahme, Abschluss, so kann man das machen“, erklärte der Offensivmann seinen Treffer mit einem breiten Grinsen. Nach der Vorstellung in Freiburg steht Undav in dieser Saison nach 17 Bundesliga-Einsätzen bereits bei 13 Toren und vier Vorlagen. Damit machte er auch ein Stück weit den bis vor wenigen Tagen beim Afrika-Cup weilenden Goalgetter Serhou Guirassy (17 Saisontore) vergessen.

Undavs Torquote nimmt dabei sogar historische Ausmaße an - der letzte Deutsche, der eine solch erfolgreiche Debütsaison in der Bundesliga spielte, war Horst Hrubesch in den 70er Jahren.

VfB-Star gilt als Schlitzohr

Bei den Schwaben ist man über Undav natürlich hocherfreut. Der Stürmer sorgt dabei nicht nur auf dem Platz für gute Laune, sondern gilt auch in der Kabine als „auffällig“.

„Er ist ein Junge, der sein Herz auf der Zunge trägt, den man auch häufig hört, wenn man in der Kabine unterwegs ist. Trotzdem weiß er dann im richtigen Moment, wenn es drauf ankommt, was er zu tun hat und hilft uns damit enorm. Er ist definitiv auch ein Schlitzohr“, scherzte Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß über seinen Schützling, der auch im

Undav will für Deutschland spielen

Neben dem VfB könnte sich aber bald auch der DFB über Undavs Dienste freuen.

Bereits im Dezember bestätigte der Deutsch-Türke im Interview mit Sky, dass er sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat. Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei dabei ein Telefonat mit Bundestrainer Julian Nagelsmann gewesen.

Bis jetzt steht eine DFB-Nominierung noch aus. Undav will sich diesbezüglich auch nicht stressen lassen „Ich gebe einfach Gas, versuche gut zu spielen. Wenn ihm das gefällt - mal schauen, was passiert“, erklärte der Torjäger.

Undav wäre insofern eine spannende Alternative, da auch DFB-Stürmer Niclas Füllkrug bis jetzt nicht restlos überzeugen konnte. Dieser äußerte sich zuletzt zwar sehr selbstbewusst in Richtung Undav, lässt seinen Worten aber nicht immer Taten folgen.

DFB-Stürmer Füllkrug will von Konkurrenz nichts wissen

„Ich habe in der Nationalmannschaft in 13 Spielen elf Tore gemacht und zwei Vorlagen. Ich weiß nicht, nach was man da sucht? Nach jemandem, der in 13 Spielen 25 Tore macht? Den findet man nicht in Deutschland“, erklärte der BVB-Star nach seinem Dreierpack gegen den VfL Bochum.

Dass ihm dabei ein kleiner Zählfehler unterlief, spielt keine große Rolle. Eigentlich steht er nämlich „erst“ bei zehn DFB-Toren. Es überwiegt mehr der Eindruck, dass Füllkrug nach seiner Prahlerei in Heidenheim torlos blieb und dort auch nur in der 85. Minute richtig gefährlich vor das Tor kam.

Nagelsmann hat noch genug Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Das nächste DFB-Spiel findet erst am 23. März statt. Dann geht es gegen Frankreich. Ob Undav dann dabei ist, wird sich zeigen.

Trifft er weiterhin so konstant, wird allerdings kaum ein Weg an ihm vorbeiführen. Auch nicht in Sachen Heim-EM. Das weiß auch Nagelsmann.