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Immobilienkrise in China: Evergrande-Konzern soll aufgelöst werden

Ein weiterer schwerer Schlag für Chinas Immobilienkrise und schwächelnde Wirtschaft: Der hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande soll aufgelöst werden.

Eine Richterin in Hongkong fällte ein entspreches Urteil am Montag und ordnete die Abwicklung an. Ein Insolvenzverwalter soll bestellt werden, das Unternehmen kann Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.

Der an der Hongkonger Börse gelistete Konzern ist mit umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar das weltweit am höchsten verschuldete Bauunternehmen der Welt.

Gläubiger hatten geklagt, weil Evergrande immer wieder Zahlungsziele versteichen ließ. Der Konzern hatte zuletzt mit einem Sanierungsplan versucht, eine Liquidation abzuwenden. Es war ihm nicht gelungen, sich mit seinen Gläubigern auf eine Umschuldung zu einigen. Im Dezember hatte das Unternehmen noch einen Aufschub der Liquidation erhalten.

Evergrande steht stellvertretend für die Krise vieler Wohnungsbaukonzerne in der Volksrepublik.