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Indigene lassen Lula hochleben: 6 neue Schutzgebiete in Brasilien

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva stärkt die Rechte indigener Völker. Zum Abschluss des traditionellen Treffens "Freies Land" von Tausenden Indigenen in der Hauptstadt Brasilia unterzeichnete Lula sechs Dekrete zur Einrichtung von Schutzgebieten in Brasilien.

Die meisten liegen in der Amazonasregion. Sie umfassen rund 1200 Quadratkilometer. Die Erlasse garantieren den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern unter anderem eine exklusive Nutzung von Rohstoffen in den Gebieten. Im Gegenzug dürfen nicht-indigene Personen dort keinen "wirtschaftlichen Aktivitäten" nachgehen.

Lulas Amtsvorgänger Jair Bolsonaro stand für eine eher anti-indigene Regierungspolitik, die Großgrundbesitzer und eine unkontrollierte Abholzung von Amazonaswädern begünstigte und Indigenen-Rechte zu deren Ungunsten auslegte. In seiner Amtszeit erreichte die Abholzung im Amazonasgebiet einen Höchststand in den vergangenen 15 Jahren. Ein weiteres Problem ist die illegale Einrichtung von Minen und anderen Schürfgebieten zur Ausbeutung von Rohstoffen.

Lula hat sich während seiner früheren Amtszeiten (2003 - 2010) als Präsident keinen Namen als Umweltschützer gemacht. Zu seinen Wahlkampfversprechen gehörte aber ausdrücklich die Stärkung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Rechte der Indigenen. Das Amazonansgeiet gilt als weltweit einzigartige Pufferzone gegen den Klimawandel.

Indigene in Brasilien werden von Umweltschutzorganisationen als Hüter des Regenwaldes eingestuft.