Interview: Vorsichtige Schritte der Schwäne

·Lesedauer: 1 Min.

In der Staatsoper Unter den Linden findet von Freitag bis Sonntag das Gala-Programm „From Berlin with love II“ des Staatsballetts Berlin statt. Christiane Theobald amtiert als Intendantin, nachdem das Führungsduo Sasha Waltz und Johannes Öhman vorzeitig aufgab. Theobald, die bereits 2004 das Staatsballett mitbegründete, spricht über die Nachfolgesuche und über die ersten Schritte der Tänzer zurück auf die große Bühne.

Frau Theobald, die Schwäne kehren auf die Bühne zurück, zumindest in der Gala?

Christiane Theobald Ja, wir konzipieren und tanzen seit geraumer Zeit wieder Galas. Schritt für Schritt versuchen wir herauszufinden, was bei allem Verantwortungsbewusstsein möglich ist. Man kann sich an Regeln halten und Schwäne auf die Bühne bringen. In der Gala gibt es statt 18 Schwäne nur zwölf. Die stehen auf anderthalb Meter Entfernung. Es gibt auch Wilis aus ,Giselle’. Wir haben die Abstände mit dem Zentimetermaß und Tapes auf dem Boden ganz genau gemessen. Wer wenn nicht Tänzer können Abstände einhalten.

Für ein Pas de deux in Corona-Zeiten ist es von Vorteil, wenn die Primaballerina mit dem Ersten Solotänzer verheiratet ist.

Ja, es ist ein absoluter Vorteil, wenn man aus einem Haushalt kommt. Wir haben das jetzt ein bisschen aufgelockert, weil wir so viele Paare nun auch nicht haben. Aber wir können feste Tanzpartner bilden. In den Standard-Tanzsportarten gibt es das, auch wir richten uns danach. Die festen Tanzpartner müssen von allen anderen isoliert werden, sie werden bei uns ...

Lesen Sie hier weiter!