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Italien leitet EU-Mission im Roten Meer

Italien leitet EU-Mission im Roten Meer

Ein italienischer Admiral wird die EU-Mission „Aspides“ zum Schutz der Schiffahrt im Roten Meer befehligen. Das italienische Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, die EU sei mit der Bitte an Rom herangetreten, „den Truppenkommandanten für die Operation zu stellen“.

Die „Bedeutung und Dringlichkeit der Operation „Aspides“, die dazu beitragen wird, die freie Schiffahrt und Sicherheit des Handelsverkehrs im Roten Meer zu gewährleisten“, habe Italien dazu veranlasst, sofort zuzsagen, hieße es in Rom.

Nach anhaltenden Angriffen von Huthi-Rebellen auf Schiffe, die das Rote Meer und den Golf von Aden durchqueren, hatte die Europäische Union am Mittwoch angekündigt, eine eigene Schutz- und Begleitmission zu organisieren. Die Operation erhielt den Namen „Aspides“, was auf Griechisch „Beschützer“ bedeutet. Die Mission soll von den EU-Außenministern bei ihrem Treffen am 19. Februar endgültig genehmigt werden.

Am Freitag betonte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, dass diese Marinemission „rein defensiv“ sein werde, das heißt, dass es keine Angriffe auf Huthi-Stellungen geben soll.

Tajani: „Seeverkehr schützen“

Der italienische Außenminister Antonio Tajani betonte die Bedeutung des Schutzes der Seewege: „Es wird eine Verteidigungsmission sein, nicht nur eine Begleitmission, an der Frankreich und Griechenland teilnehmen werden, und es wird Rotation geben. Es geht nicht so sehr darum, wer das Kommando hat, sondern darum, was sie tun werden. Wir sind ein Land, das sich dem Export verschrieben hat: 40 % der Exporte zu See laufen über den Suezkanal. Unsere Priorität ist der Schutz des Seeverkehrs und unserer Schiffe“, sagte Tajani.

Huthi-Rebellen und Spannungen im Roten Meer

Die Spannungen im Roten Meer bleiben hoch. Seit Monaten übernimmt die von der Islamischen Republik Iran unterstützte schiitische bewaffnete Gruppe die Verantwortung für den Abschuss von Raketen auf Israel und gegen Schiffe auf dem Weg von und zum Suezkanal und gefährdet damit einen entscheidenden Punkt des internationalen Seehandels.

Auf ihre Angriffe haben die Vereinigten Staaten und Großbritannien mit Angriffen auf Huthi-Ziele im Jemen reagiert. Allerdings konnten die Spannungen im Roten Meer durch das militärische Vorgehen westlicher Staaten bisher nicht abgebaut werden.

Am Freitag gab ein Sprecher der schiitischen Gruppe bekannt, dass jemenitische Rebellen eine Militäroperation mit ballistischen Raketen gegen Eilat durchgeführt hätten. Die israelischen Streitkräfte hatten zuvor erklärt, sie hätten eine landgestützte Rakete abgefangen, die auf die südisraelische Stadt am Roten Meer zusteuerte. Die Rakete sei mit dem Raketenabwehrsystem Arrow abgeschossen worden.