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Kampf um Bachmut in Ukraine: Wagner-Söldner wirklich ohne Munition?

Die Ukraine kann es schaffen mit ausreichender und rechtzeitiger westlicher Unterstützung im Jahr 2023 die Oberhand wiederzuerlangen, - so die Einschätzung des Institute for the Study of War mit Blick auf den Besuch von US-Präsident Biden.

Seine Reise nach Europa ist ein klares Signal für die weitere Unterstützung der Ukraine durch den Westen nach den Versuchen Russlands westliche Militärhilfe und politische Unterstützung zu verhindern.

Politiker der Ukraine reagieren weiterhin auf Kommentare aus den USA zum Tempo und den Aussichten für den Fortgang des Krieges kurz vor dem Jahrestag des russischen Einmarsches.

Ukraine wird Bachmut "nicht um jeden Preis verteidigen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine werde Bachmut weiterhin verteidigen, aber "nicht um jeden Preis".

Selenskyj und der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov betonten außerdem, dass sich die ukrainischen Truppen weiterhin auf Gegenangriffe in naher Zukunft vorbereiten.

Seit Langem ist klar, dass die Ukraine Bachmut nicht weiter verteidigen will, wenn eine große Zahl ukrainischer Truppen in der Stadt eingekesselt zu werden droht. Deshalb bedeutet Selenskyjs Kommentar keine wirkliche Änderung der Strategie Kiews.

Darko Vojinovic/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Graffiti der Wagner-Gruppe - Darko Vojinovic/Copyright 2023 The AP. All rights reserved

Wagner-Chef abgestraft?

Gleichzeitig analysiert das ISW die Entwicklungen auf russischer Seite und stellt fest, dass das Militärkommando dem Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, wahrscheinlich den Zugang zu Artilleriegeschossen und schweren Waffen abgeschnitten hat, so dass seine Truppen - was die Ausrüstung betrifft - "völlig ausgehungert" sind.

Aber die Denkfabrik ISW erklärt: Prigoschin könnte die verheerenden Auswirkungen des Mangels an Artilleriemunition falsch dargestellt haben, um seine wahre Frustration darüber zu verbergen, dass Wagner nicht in der Lage war, seine eigenen Artilleriesysteme zu bekommen.