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Kanye West v Adidas: Es geht um viel Geld — und angebliche "Fälschungen"

Es war eine der lukrativsten Partnerschaften im Show- und Sportartikel-Geschäft: Kanye West (46) und Adidas produzierten gemeinsam Sneaker, die sich verkauften wie geschnitten Brot. Doch der Geldstrom versiegte, als die Firma 2022 die Zusammenarbeit mit dem Rapper ('Stronger') aufkündigte, der durch seine antisemitischen Bemerkungen auf X (damals noch Twitter) ein untragbarer Geschäftspartner geworden war.

"Sie vergewaltigen einen Künstler"

Jetzt behauptet Kanye, dass Adidas ihn verklagt, währen die Firma gleichzeitig "gefälschte" Sneaker seiner YZY-Linie verkauft, an der man einst zusammen gearbeitet hat. "Lasst es mich euch genau erklären, was mit Adidas passiert", erzählte der Star in einem Video auf Instagram. "Die bringen nicht nur gefälschte Farbvarianten heraus, die nicht genehmigt wurden, sie haben mich auch gleichzeitig auf 250 Millionen verklagt." 250 Millionen US entsprechen gut 230 Millionen Euro. "Sie bezahlen mich zudem nicht für die Schuhe, die sie herausbringen und die meinen Namen tragen. Sie benutzen Vertragsklauseln und 50 Jahre Geschäftserfahrung, um einen Künstler zu vergewaltigen, einen eurer Lieblingskünstler, direkt vor euren Augen, ganz offen."

Kanye West fordert zum Boykott auf

Ganz so illegal klingt das dann doch nicht, sondern eher danach, dass sich Adidas gewisser Vertragsklauseln bedient, die Kanye West nicht zusagen. Doch es geht dem Rapper wohl vor allem darum, seine Fans vom Kauf der Sneaker abzuhalten. "Jeder, der Ye liebt würde niemals diese gefälschten Yeezys kaufen. Ich habe diese Farbvarianten nie hergestellt, ich werde nicht dafür bezahlt und Adidas verklagt mich", schrieb der Musiker und beschuldigte "das System", den nächsten Schritt gegen ihn zu planen: "Was werdet ihr jetzt machen, mein Album offline nehmen, meine Konten wieder einfrieren und Menschen drohen, nicht mit mir zusammenzuarbeiten? Derweil sind die neuen nicht genehmigten 350er (Sportschuhe) so kitschig", schimpfte Kanye West weiter.

‌Bild: BauerGriffin/INSTARimages/Cover Images