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Kein Jahrhundertwinter - weiterhin Regen, Wind und Tauwetter

Große Aufregung, als der Winter Ende November und Anfang Dezember mit viel Schnee im Süden und Kälte losgelegt hatte. Direkt gab es Spekulationen, ob der Dezember in diesem Jahr so kalt wie im Jahr 2010 werden würde, ob nicht sogar ein Jahrhundertwinter bevorstehen würde.

Der Winter bleibt mild - und nass.
Der Winter bleibt mild - und nass.

Nun sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Mildwinter! Der Dezember soll laut langfristiger Wetterprognose milder als üblich ausfallen und genau in dieser Schiene ist er nun gelandet. Der Dezember 2023 sollte 1 bis 2 Grad wärmer als im Vergleichsmittel der Jahre 1991 bis 2020 ausfallen und genau das könnte nun sogar passieren. Aktuell messen wir Tageswerte von mehr als 10 Grad, selbst die vergangene Nacht brachte Werte um 10 Grad. Der Schnee taut bis in die Gipfellagen der deutschen Mittelgebirge munter vor sich hin. Regen, milde Luft und Schneeschmelze sorgen für Tauwetter. Von den Schneemassen in Südbayern ist fast nichts mehr übrig. Dafür steigen die Pegel von Donau und Rhein, sowie deren Nebenflüssen deutlich an.

Wird es weiße Weihnachten geben?

"Viel Lärm um nichts. Letztlich kommt der Dezember 2023 nun genau so daher, wie es von den langfristigen Wettermodellen angekündigt worden war. Es wird ein eher milder Monat werden. Viele Zeitgenossen waren wohl etwas irritiert nach den paar kalten und schneereichen Tagen zum Monatsanfang. Aber: Auch in einem milden Winter kann es nun mal auch kalte Phasen mit Schnee geben", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

"Die nächsten Tage bleiben mild und nass, ab Donnerstag wird es ruhiger und etwas kühler. Teilweise scheint die Sonne, stellenweise gibt es Dunst oder Nebel. Bleibt der Nebel den ganzen Tag, kommen die Temperaturen kaum in die Gänge, scheint die Sonne, wird es deutlich milder. Schnee ist dabei nicht zu erwarten. Unmittelbar vor Weihnachten kommt Bewegung in die Sache. Allerdings deuten sich aus aktueller Sicht keine größeren Schneefälle bis ganz runter an. Selbst im Bergland wird es mit weißen Weihnachten knapp", so der Wetter-Experte weiter.

So geht es in den nächsten Tagen weiter

Montag: 5 bis 14 Grad, viele Wolken, Regen, Wind und Tauwetter

Dienstag: 4 bis 13 Grad, weiterhin starkes Tauwetter, Hochwassergefahr!

Mittwoch: 3 bis 10 Grad, durchwachsen, immer wieder Regen, Hochwasser

Donnerstag: 3 bis 8 Grad, weniger Regen, vielfach trocken

Freitag: 1 bis 7 Grad, ruhiges Wetter, unten recht frisch

Samstag: 2 bis 8 Grad, ruhiges Wetter, etwas Sonnenschein, Nebel und Hochnebel, meist trocken

Sonntag: 3 bis 8 Grad, zum 3. Advent meist trocken, Nebel, Dunst, etwas Sonnenschein

Montag: 4 bis 8 Grad, teils Sonnenschein, teils Hochnebel und Wolken, trocken

Dienstag: 4 bis 8 Grad, teils neblig, trüb, selten Sonnenschein, trocken

Die Wetterlage bleibt also erstmal mild, wird dann ab Donnerstag aber etwas frischer. Neuschnee ist so gut wie keiner in Sicht. Am Rhein erwarten wir ein 10-jähriges Hochwasser. Am Oberrhein muss die Schifffahrt wahrscheinlich eingestellt werden. Rheinabwärts werden Felder und Wiesen überflutet. Ein größeres Hochwasser deutet sich allerdings nicht an, denn ab Donnerstag fällt kaum noch Regen und dann kann sich die Lage wieder entspannend.