Werbung

Kein Millionär seit 2020: Günther Jauch beklagt "Vollkasko-Mentalität" bei WWM-Kandidaten

2024 feiert Günther Jauch das 25-jährige Bestehen seiner RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?". (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
2024 feiert Günther Jauch das 25-jährige Bestehen seiner RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?". (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Den Hauptgewinn bei "Wer wird Millionär?" räumte ein Teilnehmer zuletzt 2020 ab. In einem Interview versuchte Günther Jauch nun zu erklären, woran die lange Durststrecke liegt. Außerdem äußerte sich der Moderator zur Zukunft der RTL-Quizshow - und brachte einen neuen Joker ins Spiel.

78 Nägel, neun Klötze und elf Bretter - also die Bestandteile einer Europalette - verhalfen Ronald Tenholte im März 2020 zum Hauptgewinn bei "Wer wird Millionär?". Seither konnte sich in der RTL-Quizshow allerdings niemand mehr zum Millionär oder zur Millionärin krönen. Moderator Günther Jauch spekulierte im Interview mit RTL nun über die Ursachen für die lange Durststrecke: "Wenn man sich bei kleineren Geldbeträgen gegen alles in einer Vollkasko-Mentalität versichern will und einen Joker nach dem nächsten zieht, wird es weiter oben einfach schwierig."

Immer häufiger beobachte er, dass Kandidatinnen und Kandidaten mit einem konkreten Wunsch im Gepäck zur Sendung kommen würden. Um dieses Ziel zu erreichen, sei das Sicherheitsdenken sehr präsent: "Wenn sie das in den Vordergrund stellen, kommen sie natürlich bei der kleinsten Unsicherheit dazu, sofort einen Joker zu ziehen." Diese Beobachtung ließ Jauch auf einen "kleinen Sinneswandel" schließen: Die Teilnehmenden würden "sicherheitsorientierter agieren". Das Problem: Sichert man sich schon bei kleineren Beträgen ab, "verliert man schnell die Million aus dem Blick", konstatierte der 67-Jährige.

Günther Jauch bringt neuen Joker bei "Wer wird Millionär?" ins Spiel

Aufhorchen ließ der langjährige Moderator auch mit einer Idee für einen neuen Joker. "Eine spontane Idee ist eine Art 'Zweite Chance'-Joker. Kandidaten hätten dann die Möglichkeit, eine Frage auszulassen", skizzierte Jauch. "Stattdessen wird ihnen eine andere Frage gestellt, die sie dann aber auch beantworten müssten, ohne auszusteigen." Dadurch komme ein "zusätzlicher Druck" in die Sendung, beschrieb er. Gleichzeitig warnte Jauch vor zu vielen Änderungen: "Die Spielidee ist ein Klassiker und sollte nicht verbastelt werden."

Im Hinblick auf das 25-jährige Bestehen von "Wer wird Millionär?" im kommenden Jahr sagte der TV-Star: "Da sollten wir uns wirklich etwas einfallen lassen. Schließlich gibt es nicht viele Sendungen im deutschen Fernsehen, die sich so lange gehalten haben." Trotz der vielen Folgen fiele ihm aber "kein Abnutzungseffekt" an der Sendung auf. Das Potenzial der Sendung beschrieb Günther Jauch als "unerschöpflich" und scherzte: "Auch noch für die nächsten 25 Jahre. Dann bin ich 93. Johannes Heesters würde mich auslachen."