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Keine Altersgrenze mehr: «Miss Germany» wird gewählt

Rust (dpa) - Finale im Europa-Park: Zehn Frauen treten am Samstag (20.45 Uhr) im südbadischen Rust an, um «Miss Germany» 2024 zu werden.

Unter ihnen ist Tamara Schwab (31) aus dem bayerischen Roth. Sie lebt nach eigenen Angaben seit zweieinhalb Jahren mit einem Spenderherz. Der Siegerin der Wahl winkt - wie schon im vergangenen Jahr - der «Female Leader Award». Er ist mit einer Siegprämie von 25.000 Euro verbunden.

Die bisherige Altersgrenze von 39 Jahren sei für die laufende Staffel aufgehoben worden, sagte der Geschäftsführer der Miss Germany Studios, Max Klemmer. Der diesjährigen Jury gehört unter anderen der Entertainer Nicolas Puschmann an. Durch die Veranstaltung führt TV-Moderatorin Lola Weippert.

Imgagewandel beim Schönheitswettbewerb

Einst war «Miss Germany» ein Wettbewerb mit Bikini-Runden auf dem Laufsteg. Dann gab es einen Imagewandel: Seit 2019 zählen die Persönlichkeit der Teilnehmerinnen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Älteste Finalistin ist die Hamburgerin Mignon Kowollik (42). Sie arbeitet als Sexualberaterin und Moderatorin. Die jüngste Teilnehmerin des diesjährigen Finales ist Adwoa Awuah (22) aus Essen. Sie wuchs in Ghana auf und kam mit elf Jahren nach Deutschland. «Viele können sich nicht vorstellen, was Menschen mit Migrationshintergrund hier erleben», sagte sie vor der Endrunde. Sie organisiert nach eigenen Angaben die Vergabe von Schulstipendien für Mädchen in Ghana.

Kandidatinnen mit schweren Schicksalen

Mit schweren Herausforderungen kämpft Kandidatin Christina Modrzejewski (28) aus Dinslaken: Sie bekam 2021 eine seltene Autoimmunerkrankung. Die gelernte Krankenschwester ist auf einen Rollstuhl und elektronische Orthesen angewiesen. Mit Orthesen lassen sich unter anderem geschädigte Gelenke stabilisieren, Gliedmaßen ruhig stellen und Fehlhaltungen korrigieren.

Es bewarben sich diesmal laut Veranstalter rund 15.000 Frauen. Die Show wird dem Europa-Park zufolge auf der Internetplattform Twitch übertragen.

Im vergangenen Jahr wurde die damals 20-jährige Kira Geiss aus Wilhelmsdorf bei Ravensburg «Miss Germany». Sie war damit angetreten, der jungen Generation eine Stimme geben zu wollen. Die in der Kirche aktive Frau hatte in Magdeburg eine Jugendgemeinde gegründet.