Werbung

Keine Einigung mit Universal Music: TikTok droht der Verlust von Millionen Songs

Gibt es schon bald weniger Musik auf TikTok? Wie der Musikkonzern Universal Music erklärte, konnte man sich nicht auf eine Verlängerung der Lizenzen einigen.  (Bild: Illustration by Drew Angerer/Getty Images)
Gibt es schon bald weniger Musik auf TikTok? Wie der Musikkonzern Universal Music erklärte, konnte man sich nicht auf eine Verlängerung der Lizenzen einigen. (Bild: Illustration by Drew Angerer/Getty Images)

TikTok-Nutzern, die gerne Songs unter ihre Videos legen, könnten schon bald weniger Lieder zur Verfügung stehen: Wie der Musikkonzern Universal Music erklärte, konnte man sich nicht auf eine Verlängerung der auslaufenden Lizenzvereinbarung einigen.

Mit über eine Milliarde Nutzern gehört TikTok zu den erfolgreichsten Plattformen der Welt. Zahlreiche Menschen erstellen dort ihre Videos und kreieren Content für ihre Follower. Gerne werden auch Songs unter die Clips gelegt. Doch schon bald könnten die Lieder von Stars wie Taylor Swift oder Lady Gaga nicht mehr zur Verfügung stehen. Universal Music verkündete am Dienstag, dass man sich mit TikTok nicht einigen konnte, was die Verlängerung der Lizenzvereinbarung betrifft, die am 31. Januar ausläuft.

So habe die Plattform den Musikern und Songautorinnen nur "einen Bruchteil" der eigentlichen Vergütung angeboten. Auch gegen Musik, die durch KI erstellt wird, gehe TikTok nicht vor. Weiter heißt es in einem offenen Brief des Musikkonzerns, dass TikTok damit "das Ersetzen von Künstlern durch KI" antreibe.

Universal fordert faire Bedingungen für Musiker

Zudem erklärte Universal Music, dass die Online-Plattform nichts gegen anstößige und problematische Inhalte unternehme - wie gefälschten pornografischen Content. Erst kürzlich machten solche Inhalte von Popstar Taylor Swift auf TikTok die Runde. Jedoch gab es von der Plattform keine Reaktionen auf die Anschuldigungen.

Für TikTok könnte das bedeuten, dass den Nutzern nun deutlich weniger Lieder zur Verfügung stehen. Unter vielen Videos wird Musik von Stars unterlegt, die bei dem Konzern unter Vertrag stehen. Zwar habe dieser Schritt auch Konsequenzen für die Musiker, doch man müsse sich für faire Bedingungen für die Künstler einsetzen, erklärte Universal Music.