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Keine Zweistaatenlösung: Netanjahu lehnt Forderung der USA ab

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen palästinensischen Staat nach Ende des Gaza-Krieges abgelehnt. Mit Blick auf eine Zweistaatenlösung auf Drängen der USA sagte der Regierungschef, dass man imstande sein müsse, auch "nein" zu sagen, wenn es nötig ist, selbst zu besten Freunden.

In jeder zukünftigen Vereinbarung, ob mit oder ohne Siedlung, müsse Israel die Sicherheitskontrolle über das gesamte Gebiet westlich des Jordans haben, sagte Netanjahu.

Kundgebung für einjährige Geisel

"Dies ist eine notwendige Bedingung, die mit der Idee der Souveränität kollidiert. Was kann man tun? Diese Wahrheit sage ich unseren amerikanischen Freunden und ich habe den Versuch gestoppt, uns eine Realität aufzuzwingen, die Israels Sicherheit schaden würde."

Kundgebung für einjährige Geisel in Tel Aviv
Kundgebung für einjährige Geisel in Tel Aviv - Oded Balilty/AP Photo

In Tel Aviv haben Menschen den ersten Geburtstag von Kfir Bibas gefeiert, der jüngsten Geisel, die noch immer in Gaza festgehalten wird. Aufgrund der roten Haare des Babys ließ man auf der Kundgebung symbolisch orangefarbene Luftballons in den Himmel steigen. Auch das Gebäude der Knesset wurde zum Zeichen der Solidarität orange beleuchtet.

Nach dem Eintreffen der ersten Medikamente für die Geiseln im Gazastreifen, hat derweil das Internationale Rote Kreuz mitgeteilt, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Zuvor gab es Meldungen, ein IKRK-Mitarbeiter hätte sich geweigert, die Medizin zu den Geiseln zu bringen.