Klaus Holetschek wirbt im ARD-Moma für Impfung von Kindern und Jugendlichen

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Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Klaus Holetschek (CSU) warb im "ARD-Morgenmagazin" offen für ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. (Bild: ARD / Screenshot)
Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Klaus Holetschek (CSU) warb im "ARD-Morgenmagazin" offen für ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. (Bild: ARD / Screenshot)

Am Montag treffen sich die Gesundheitsminister der Länder zur Lagebesprechung während der Coronakrise. Davor sprach sich der bayerische Vertreter Klaus Holetschek im ARD-Moma klar für ein Impfangebot der Über-Zwölfjährigen aus.

Sollen Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden? Diese Frage beschäftigt Eltern seit einigen Wochen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) lehnt eine generelle Impfempfehlung für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren bislang ab. Am Montag wollen die Gesundheitsminister der Länder erneut darüber diskutieren. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) scheint seine Entscheidung hingegen schon gefällt zu haben. Das zeigte sich bei seinem Auftritt im "ARD-Morgenmagazin" am Montag.

"Wir wollen heute aber nochmal gemeinsam drüber diskutieren und dieses Impfangebot nochmal deutlich machen", sagte Holetschek. Einige Länder, etwa Bayern und Niedersachsen, würden schon jetzt Kinder und Jugendliche über zwölf Jahren impfen. Doch die Stiko spreche dafür keine Empfehlung aus, warf Moderator Sven Lorig ein: "Ist das nicht eine Entmachtung, eine Demontage der Stiko?"

"Es ist jetzt wichtig, dass wir keine Zeit versäumen"

"Nein", antwortete Holetschek: Die Stiko selbst hätte die Möglichkeit eröffnet, Kinder und Jugendliche nach einer ärztlichen Aufklärung und einer Abwägung von Risiken freiwillig zu impfen: "Nichts anderes machen wir", fuhr der 56-Jährige fort. In vielen Ländern, sowohl innerhalb Deutschlands als auch international, würde bereits geimpft: "Es ist jetzt wichtig, dass wir keine Zeit versäumen", betonte Holetschek. Deshalb wolle man nun auch nicht mehr weitere Untersuchungsergebnisse der Stiko abwarten.

"Haben Sie keine Sorge, dass Sie die Eltern, die ohnehin schon verunsichert waren, noch weiter verunsichern?", wollte Lorig wissen. "Es ist ja ein Impfangebot!", wiederholte Holetschek: "Es soll ja niemandem etwas aufgezwungen werden, sondern wir machen ein Angebot niedrigschwellig breit, draußen in den Impfzentren." In Bayern etwa sollten Impfungen nach den Ferien auch an den Schulen möglich sein. Wichtig sei, "ein Angebot zu unterbreiten für eine Gruppe, die noch nicht geschützt ist". Außerdem fügte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz hinzu: "Das Thema Long-Covid bei Kindern ist leider auch noch nicht genügend erforscht."

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