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Krankheiten breiten sich aus: Asylsuchende in Irland leben unter dramatischen Umständen

Krankheiten breiten sich aus: Asylsuchende in Irland leben unter dramatischen Umständen

In Irlands Hauptstadt Dublin nimmt die Situation von Asylsuchenden dramatische Ausmaße an. Da sämtliche Notunterkünfte bereits überfüllt sind, leben mehr als 200 Menschen seit Wochen in Zelten im Stadtzentrum.

Viele der Menschen sind krank, teils hat sich die Krätze ausgebreitet. "Aufgrund der sanitären Bedingungen werden wir sehr leicht krank", sagt Asylbewerber Pir-Sami Kupiszewke. In der Stadt Dublin gebe es keine öffentliche Toilette und keine öffentliche Dusche. "Mit solchen Dingen umzugehen ist sehr, sehr schwierig. Sogar Tiere haben manchmal das Recht, Wasser zu bekommen."

Die Freiwilligen-Gruppe "Social Rights Ireland" erklärte, dass sie inzwischen überfordert sei, man habe die irische Regierung aufgefordert, einzuschreiten. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Dr. Eve Gaughan sagte, dass es sehr schwierig sei, die ansteckende Krankheit zu behandeln. "In einer Situation wie dieser, in der es keine sanitären Einrichtungen und keine Waschmaschinen gibt, um Bettzeug und Kleidung heiß zu waschen, ist es sehr schwierig."

Im vergangenen Jahr haben rund 13.000 Menschen in Irland Asyl beantragt. Der Zustrom hat sich 2024 fortgesetzt. Hinzu kommen mehr als 100.000 Ukrainerinnen und Ukrainer, die im Land Zuflucht gesucht haben. Die Wohnungskrise in Irland ist zurzeit eine der schlimmsten in Europa.