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Krieg in Gaza: UNRWA-Chef spricht von Vernichtungskampagne Israels

Krieg in Gaza: UNRWA-Chef spricht von Vernichtungskampagne Israels

Der Leiter des Palästinenserhilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA), Philippe Lazzarini, hat erklärt, dass Israel eine Kampagne gegen das UN-Hilfswerk führe.

"Das UNRWA sieht sich einer gezielten und straffen Kampagne gegenüber, die darauf abzielt, seine Arbeit zu untergraben und letztendlich zu beenden", so Lazzarini.

Israel verbreite Fehlinformationen über die UNRWA

Ein Teil dieser Kampagne besteht darin, die Spender mit Fehlinformationen zu überschütten, um Misstrauen zu schüren und den Ruf des Hilfswerks zu schädigen. Noch unverhohlener ist die offene Aussage des israelischen Ministerpräsidenten, dass das UNRWA nicht Teil des Nachkriegs-Gaza sein werde."

Lazzarini führt die Finanzierungskürzungen auf Anschuldigungen Israels zurück, wonach Mitarbeiter des Hilfswerks an den Hamas-Angriffen im Oktober beteiligt gewesen seien. Auf X betonte er die Notwendigkeit, die Organisation weiterhin zu finanzieren, um die Grundversorgung der Menschen in Gaza zu gewährleisten.

Der Sprecher der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Daniel Hagari, sagte, dass über 450 Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für terroristische Gruppen im Gazastreifen tätig seien.

Er beschuldigte die Hamas, humanitäre Organisationen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu missbrauchen und Gehälter zu beziehen, die aus Spenden der internationalen Gemeinschaft für humanitäre Hilfe in Gaza finanziert werden.

Würden Sie einem Terroristen erlauben, Ihre Kinder zu unterrichten?

Auf X veröffentlichten die israelischen Streitkräfte Fotos der Lehrer und Gesundheitshelfer der UNRWA, die am Terroranschlag der terroristischen Hamas am 7. Oktober beteeiligt gewesen sind.

Menschen fliehen vor Hunger

Derweil sind Tausende Palästinenser vor dem Hunger im nördlichen Gazastreifen in den Süden Gazas geflohen. Eine halbe Million Menschen im Gazastreifen sind von der Hungersnot bedroht. Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) berichtet von immer mehr untergewichtigen Kindern in Krankenhäusern.

Die Zahl der einfahrenden Lastwagen ist in den vergangenen Wochen drastisch zurückgegangen. Die UNO hat Israel aufgefordert, die Grenzübergänge im Norden für Hilfslieferungen zu öffnen und sichere Korridore für die Konvois zu schaffen.