Kurt Krömer wird für Depressions-Coming-out mit dem Grimme-Preis geehrt

Offener Talk über Depressionen: Torsten Sträter war zu Gast bei "Chez Krömer" von Comedian Kurt Krömer. (Bild: rbb / Daniel Porsdorf)
Offener Talk über Depressionen: Torsten Sträter war zu Gast bei "Chez Krömer" von Comedian Kurt Krömer. (Bild: rbb / Daniel Porsdorf)

Die Gewinner des Grimme-Preises 2022 stehen fest. Zu den 53 auserwählten Kreativen zählen Anke Engelke, Joko Winterscheid, die Corona-Doku "Charité intensiv" sowie Kurt Krömer. Der Komiker hatte seine RBB-Show für ein privates Coming-out genutzt.

Es war ohne Frage ein ganz besonderes Fernsehereignis - eines, das auch die Jurorinnen und Juroren des wichtigesten deutschen Medienpreises beeindruckt hat. Vergangenes Jahr eröffnete der Komiker Kurt Krömer im Gespräch mit Showgast Torsten Sträter sein langjähriges Leiden an einer Depression. Nun wird jene Ausgabe der RBB-Sendung "Chez Krömer" mit einem Grimme-Preis im Wettbewerb Unterhalung ausgzeichnet. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.

In der Jury-Begründung heißt es: "Krömers spitzzüngige Schlagfertigkeit ist eines seiner Markenzeichen, doch hier erlaubt er sich, nach Worten zu ringen und sich zum ersten Mal öffentlich über seine Depression zu äußern. Damit spricht er offen ein gesellschaftliches Stigma an und nutzt die Sendezeit für eine dringend notwendige Aufklärung in Bezug auf den Umgang mit psychischen Erkrankungen."

Der ProSieben-Erfolg "Wer stiehlt mir die Show?" mit Joko Winterscheidt (rechts) ist eines der herausragenden Unterhaltungsformate des abgelaufenen Jahres. (Bild: ProSieben / Florida TV / Anna Thut)
Der ProSieben-Erfolg "Wer stiehlt mir die Show?" mit Joko Winterscheidt (rechts) ist eines der herausragenden Unterhaltungsformate des abgelaufenen Jahres. (Bild: ProSieben / Florida TV / Anna Thut)

Grimme-Preise für Joko Winterscheidt und den "Polizeiruf 110" aus Rostock

Weitere preisgekürte Unterhaltungsformate sind die WDR-Produktion "Freitagnacht Jews" sowie der von Joko Winterscheidt präsentierte ProSieben-Erfolg "Wer stiehlt mir die Show?" Im Wettbewerb Fiktion gehen Preise unter anderem an die Sky-Serie "Die Ibiza-Affäre" über den gleichnamigen österreichischen Politskandal. Auch der Rostocker "Polizeiruf 110: Sabine" wird ausgezeichnet. Preisträger im Wettbewerb Information & Kultur ist neben anderen Programmen die vierteilige ARD-Doku "Charité intensiv: Station 43", die während des Coronawinters 2020/21 entstand.

Über die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes darf sich in diesem Jahr Entertainerin Anke Engelke freuen. "Mit ihrer innovativen Kreativität und geistreichen Wandlungsfähigkeit hat sich Anke Engelke in vorbildlicher Weise um das Medium Fernsehen verdient gemacht, ohne auf spezifische Genres oder Zielgruppen begrenzt zu sein", heißt es vonseiten der Preisstifter zur Begründung.

Die Verleihung der Trophäen findet am 26. August im Marler Theater statt. Durch den Gala-Abend führt Jo Schück. Insgesamt werden in diesem Jahr 53 Personen mit dem Grimme-Preis geehrt.

Die Macher der Doku "Charité intensiv: Station 43" dürfen sich ebenfalls über einen Grimme-Preis freuen. (Bild: rbb/Carl Gierstorfer/DOCDAYS Productions)
Die Macher der Doku "Charité intensiv: Station 43" dürfen sich ebenfalls über einen Grimme-Preis freuen. (Bild: rbb/Carl Gierstorfer/DOCDAYS Productions)
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