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Lüneburg nach Finalpleite: Voller Fokus auf die Play-offs

Lüneburg nach Finalpleite: Voller Fokus auf die Play-offs
Lüneburg nach Finalpleite: Voller Fokus auf die Play-offs

Hängende Köpfe statt Party auf der Platte: Den Volleyballern der SVG Lüneburg droht nach der krachenden Pleite gegen Resovia Rzeszow im Finalhinspiel um den CEV-Cup das böse Erwachen aus einer bislang traumhaften Saison.

Lüneburgs Sportlicher Leiter nahm daher auch kein Blatt vor den Mund. "Wir haben den Arsch versohlt bekommen, das tat ein bisschen weh", sagte Bernd Schlesinger, dessen Team nach dem klaren 0:3 spätestens bis Samstag (19.00 Uhr/Dyn) zum Viertelfinal-Hinspiel in der Bundesliga den Play-off-Modus finden muss.

Dann empfangen die "LüneHünen" den TSV Herrsching in der LKH Arena. Der Pokalfinalist kommt ausgeruht und mit dem Selbstvertrauen aus vier Liga-Siegen in Folge daher. Lüneburgs Cheftrainer Stefan Hübner schob daher zunächst sämtliche Gedanken an das Final-Rückspiel am Dienstag beiseite: "Jetzt liegt der Fokus auf dem Play-off-Beginn in der Bundesliga."

Dafür konnte Hübner der nur 74 Minuten dauernden Lehrstunde gegen den polnischen Spitzenklub auch etwas Positives abgewinnen. "Es war trotzdem ein tolles Spiel, vor allem für unsere jungen Spieler", sagte der frühere Nationalmannschaftskapitän: "Ich hoffe, dieses Erlebnis hat ein Feuer in ihnen entfacht, zu versuchen, auf ein ähnliches Level zu kommen."

Auch Schlesinger erhofft sich nach der ersten Enttäuschung einen Push für die Liga: "Mit solchen Aufgaben entwickelt man sich weiter." Zudem haben die Lüneburger in dieser Saison nicht erst beim Finaleinzug nach "Golden Set" über den türkischen Topklub Arkasspor Izmir um Starangreifer Georg Grozer gezeigt, dass sie großen Herausforderungen gewachsen sind.

Trainer Hübner konnte die Hoffnung auf ein erneutes Europapokalmärchen daher auch nicht komplett verbergen. „Das war heute zwar ein bisschen ernüchternd“, sagte Hübner, aber „vielleicht geht im Rückspiel ja noch ein klein bisschen mehr“.