Landtagswahlen im Osten - Das bedeuten die Erst- und Zweitstimme auf dem Stimmzettel

So füllen Sie den Stimmzettel bei den Berlin-Wahlen richtig aus.<span class="copyright">Getty Images/iStockphoto/no_limit_pictures</span>
So füllen Sie den Stimmzettel bei den Berlin-Wahlen richtig aus.Getty Images/iStockphoto/no_limit_pictures

Im September finden sowohl in Thüringen als auch in Sachsen und Brandenburg Landtagswahlen statt. Wie bei der großen Bundestagswahl gibt es auch hier eine Erst- und Zweitstimme. Erfahren Sie hier, was diese Stimmen bedeuten und wie sie richtig wählen.

Während Sachsen und Thüringen am 1. September 2024 wählt, werden die Bürger in Brandenburg am 22. September  2024 zur Wahlurne gebeten.

Wahlen im Osten: Was die Erst- und Zweitstimme bedeuten

Alle wahlberechtigten Personen haben bei der Wahl eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Erststimme befindet sich auf der linken Seite, die Zweitstimme auf der rechten Seite des Stimmzettels. Damit der Stimmzettel gültig ist und gezählt werden kann, muss Ihre Wahl für die Erst- und Zweitstimme klar und eindeutig erkennbar sein.

Erststimme:

Mit der Erststimme wählen Sie den Kandidaten eines Stimm- oder Wahlkreises. Gewählt ist eine Kandidatin oder ein Kandidat nach dem Prinzip der Personenwahl, wenn er oder sie also die meisten Stimmen erhält.

Zweitstimme:

Die Zweitstimme geben Sie für die Parteiliste ab. Hier entscheidet die Verhältniswahl über die Anteile der Sitze im Abgeordnetenhaus. Das bedeutet, dass eine Partei entsprechend des abgestimmten Verhältnisses Sitze zugewiesen bekommt.

Warum hat der Stimmzettel ein Loch in der oberen rechten Ecke?

Das Loch auf den Stimmzetteln oben rechts macht eine Stimmabgabe nicht ungültig. Dieses Gerücht kursierte bei der letzten Bundestagswahl im Internet, ist aber komplett falsch. Blinde und sehbehinderte Wähler benötigen es als Orientierung. Dadurch können sie ertasten, wo die Oberseite des Stimmzettels ist und wissen, wo sie die Wahlschablone anlegen müssen.