Le Pen stellt Schatten-Regierungschef vor – Macron kritisiert

Mit einem Statement in Paris hat die französische Präsidentschasftskandidatin Marine Le Pen ihren Schatten-Regierungschef für den Fall ihres Sieges bei der Stichwahl am 7. Mai vorgestellt:

“Als Präsidentin der Republik werde ich Nicolas Dupont-Aignan zum Ministerpräsidenten von Frankreich ernennen, unterstützt von einer präsidentiellen Mehrheit, und geeint durch nationales Interesse.”

Nicolas Dupont-Aignan gilt als rechtskonservativ und hatte im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag Platz sechs unter den elf Präsidentschaftskandidaten belegt. Dabei erreichte er 4,7 Prozent der Wählerstimmen. Im Zusammenhang mit der Personalie sprach Le Pen von einer “großartigen patriotischen und republikanischen Allianz.”

“Ensemble, unis, redonnons à notre pays sa grandeur. Vive la République ! Vive la France !” #MLPNDA #ChoisirLaFrance pic.twitter.com/Occ6yesKzz— Marine Le Pen (@MLP_officiel) April 29, 2017

Reaktion von Macron

Stichwahl-Konkurrent Emmanuel Macron reagierte bei einem Wahlkampftermin in einem Agrarbetrieb in Zentralfrankreich auf Le Pens Personaloffensive. Er bezeichnete Le Pens Programm als “demagogisch und zynisch”. Er werde “mit aller Energie und bis zum Ende” gegen ihr Projekt kämpfen:

“Das Projekt von Marine Le Pen – und die Frage ist nicht, ob Herr X oder Herr Ypsilon Ministerpräsident werden soll – es ist das Projekt, das sie transportiert. Darum geht es bei einer Präsidentschaftswahl, um die Vorstellung eines Projekts. Madame Le Pen`s Projekt ist gefährlich für das Land und für das ländliche Frankreich, weil das Projekt Grenzschließungen und Restriktionen vorsieht.”

Einer aktuellen Umfrage zufolge käme Macron bei der Stichwahl derzeit auf 59 Prozent der Stimmen, Gegnerin Le Pen auf 41 Prozent. Gemäßigte Politiker stellten sich zuletzt zwar gegen die Rechtspopulistin, positionierten sich aber nicht ausdrücklich pro Macron.

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