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Klopp-Aus: Liverpool lässt Bombe platzen

Jürgen Klopp verlässt den FC Liverpool zum Ende der laufenden Saison. Das gab der englische Topklub am Freitag bekannt.

In einem offiziellen Statement nannte der Startrainer seine Gründe für den unerwarteten Schritt. „Ich kann verstehen, dass es für viele Leute in diesem Moment ein Schock ist, wenn man es zum ersten Mal hört, aber natürlich kann ich es erklären - oder zumindest versuchen, es zu erklären“, sagte Klopp.

„Es ist so, dass mir - wie soll ich es sagen - die Energie ausgeht“, führte der 56-Jährige aus: „Ich habe aktuell kein Problem, klar, ich wusste schon länger, dass ich es irgendwann bekannt geben muss, aber mir geht es jetzt absolut gut. Ich weiß, dass ich den Job nicht wieder und wieder und wieder und wieder machen kann.“

Klopp liebt Liverpool - doch nach neun Jahren wird Schluss sein

Klopp sprach auch die Fans direkt an - nach all den gemeinsamen Erlebnissen sei „der Respekt vor euch gewachsen, die Liebe zu euch gewachsen und das Mindeste, was ich euch schulde, ist die Wahrheit - und das ist die Wahrheit.“

Klopp hatte seinen Vertrag zuletzt bis 2026 verlängert, nun ist zwei Jahre vorher Schluss. Der Abschied im Sommer wird eine beachtliche Ära beenden, in der die Reds unter anderem den Gewinn der Champions League und den ersten Meistertitel seit Jahrzehnten feiern konnten. Außerdem wurde unter Klopps Anleitung die Klub-WM, der FA-Cup, der League Cup, das Community Shield und der UEFA Super Cup gewonnen.

Klopp war 2015 nach England gewechselt, nachdem er zuvor sieben Jahre lang bei Borussia Dortmund tätig war. In Liverpool werden es am Ende neun Jahre sein. Auch die Co-Trainer Pepijn Lijnders, Peter Krawietz und Vitor Matos werden den Verein verlassen.

„Ich liebe absolut alles an diesem Verein, ich liebe alles an der Stadt, ich liebe alles an unseren Fans, ich liebe die Mannschaft, ich liebe die Mitarbeiter. Ich liebe alles“, sagte Klopp: „Aber dass ich diese Entscheidung trotzdem getroffen habe, zeigt, dass ich davon überzeugt bin, dass es die richtige Entscheidung ist.“

Klopp: „Es ist nicht das, was ich will“

Sein Job sei viel mehr, als nur an der Seitenlinie zu stehen, erklärte Klopp weiter: „Das bedeutet, dass eine Saison startet und du praktisch schon die nächste Saison planst.“ Als es dabei zuletzt um potenzielle Neuzugänge gegangen sei, sei ihm der Gedanke gekommen: „'Ich bin mir nicht sicher, ob ich dann noch hier bin“, und das hat mich selbst überrascht. Ich fange dann natürlich an, darüber nachzudenken.“

Klopp und Liverpool hatten den Kader vor Beginn der aktuellen Saison auf diversen Positionen umgebaut. Das Mittelfeld wurde praktisch komplett umgerauscht. Und das mit großem Erfolg, der LFC führt die Premier League an.

In der Vorsaison hatte der Klub große sportliche Probleme gehabt: „Für mich war es super, super, super wichtig, dass ich helfen kann, dieses Team wieder auf die Beine zu bringen. Das war alles, woran ich gedacht habe.“ Als er erkannte, dass der aktuelle Kader enormes Potenzial habe, habe er wieder an sich selbst denken können.

Sein Fazit: „Es ist nicht das, was ich will, es ist einfach das, was ich zu 100 Prozent für richtig halte.“