Makabere Maskierung: Französischer Soldat in Mali empört mit Totenkopf

Issouf Sanogo ist einer von vielen Fotografen, die derzeit in Mali den Einsatz der französischen Armee im Bürgerkrieg dokumentieren. Dabei geriet ihm zufällig ein französischer Fremdenlegionär vor die Linse, der sein Gesicht hinter einer Totenkopfmaske verbarg. Nach der Veröffentlichung im Internet löste die makabere Aufmachung einen Sturm der Empörung aus.

Diese Aufnahme eines französischen Soldaten in Mali sorgt derzeit für Empörung (Bild: AFP)Rund 2.000 französische Soldaten sind derzeit in Mali im Einsatz gegen eine Rebellenarmee. Der Einsatz ist auch in Frankreich umstritten. Nun goss ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP Öl ins Feuer. Sein Bild eines französischen Fremdenlegionärs, der sein Gesicht hinter einer Skelett-Maske verborgen hält, heizt die Diskussion an. Die Maskierung erinnert stark an eine Spielfigur aus dem Ego-Shooter "Call of Duty: Modern Warfare". Die Kriegsspiele der Serie "Call of Duty" eckten in mehren Ländern politisch an, in Deutschland wurden einige Teile der Serien mit Verweis auf Nazi-Propaganda zensiert.

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Der für das Bild verantwortliche Fotograf Issouf Sanogo reagierte überrascht, als er von der Debatte erfuhr. "Ein Hubschrauber war gerade gelandet und hatte Staubwolken aufgewirbelt", berichtete er im Blog seiner Agentur. "Instinktiv haben die Soldaten nach ihren Schals gegriffen, um keinen Sand in den Mund zu bekommen." Als Sanogo den Soldaten mit seinem eigenartigen Schal erblickte, habe er auf den Auslöser gedrückt. "Nichts an der Szene war besonders ungewöhnlich oder schockierend. Er stand einfach da und schützte sein Gesicht vor dem Staub", so Sanogo weiter. Er habe nicht das Gefühl gehabt, dass der Mann mit der Maske posierte.

Die Totenkopfmaske erinnert an eine Figur aus dem Ego-Shooter "Call of Duty" (Bild: AFP)

Die französische Armee will den Träger dennoch ausfindig machen: Sein Verhalten sei "inakzeptabel", zitiert die britische Zeitung "Daily Mail" den Pressesprecher Thierry Burkhard. Die Aufnahme sei "nicht repräsentativ für Frankreichs Einsatz in Mali". Das Militär werde alles daransetzen, den Mann zur Verantwortung zu ziehen.


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