Mann legt Freundin Keuschheitsgürtel an

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Mit einem an der Jeans angebrachten Schloss verhinderte ein Mann in Mexiko, dass seine Freundin fremdging (Screenshot: WTKR).

Ein 40-jähriger Mann aus einer ländlichen Gegend in der Nähe von Veracruz in Mexiko zwang seine 15 Jahre jüngere Freundin dazu, jahrelang einen „Keuschheitsgürtel“ zu tragen, wann immer er außer Haus war. Das Metallschloss an der Jeans der Frau war aber nicht nur ein Zwangsmittel zur Treue, es machte auch den Gang zur Toilette unmöglich.

Erst als die Schmach nicht mehr auszuhalten war, ging die 25-Jährige zur Polizei. Sie gab an, dass sie aus Angst vor ihrem Freund das Schloss akzeptiert habe, obwohl es leicht mit einer Schere zu entfernen gewesen sei. Das berichtete der Nachrichtensender CNN. Die Polizei nahm den 40-jährigen Lebensgefährten der Frau daraufhin fest. Seine Freundin aber tat  das Unglaubliche: Sie verzichtete darauf, Anzeige zu erstatten. Aus Liebe, aus Angst? Ihre Motive bleiben im Dunkeln.

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Der Mann wurde nach nur wenigen Stunden wieder freigelassen und unterschrieb lediglich eine Erklärung, in der stand, er werde der Frau nie wieder einen Keuschheitsgürtel anlegen und sie auch auf keine andere Weise misshandeln. Für die Frauenrechtlerin Araceli Gonzalez hätte der Staat auch ohne die Anzeige der Frau handeln müssen. Gegenüber dem Newsportal WTKR sagte sie, dass der Umgang mit dem Fall eine Art Freifahrschein für alle Männer sei, die ihren Frauen ähnliches antun.

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