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Marcel Reif und Günther Jauch: So laufen ihre Skat-Abende ab

Günther Jauch und Marcel Reif (r.) sind seit vielen Jahren gut befreundet. (Bild: imago/Revierfoto)
Günther Jauch und Marcel Reif (r.) sind seit vielen Jahren gut befreundet. (Bild: imago/Revierfoto)

Seit vielen Jahren sind Günther Jauch (67) und Marcel Reif (74) nicht nur Kollegen, sondern auch gute Freunde. In der neuesten Ausgabe des Podcasts "Phrasenmäher" spricht die Kommentatoren-Legende Reif über die enge Freundschaft. "Wir spielen bei Günther in Potsdam regelmäßig mit einem Freund zusammen Skat", erzählt Reif. Daraus könne man zwar keinen Lehrfilm drehen, aber sie hätten dabei "einen Riesenspaß - zumal die Begabung für das Spiel nicht bei allen gleich ausgeprägt ist".

Auf die Frage, ob Jauch denn beim Skat ein gutes Pokerface habe, antwortete Reif: "Günther hat immer das gleiche Face. Wir kennen uns zu lange, als dass ich ihn nicht durchschauen könnte." Wenn man so lange befreundet sei, würden Geheimnisse und die Geheimnistuerei auch abnehmen. Neben den Skat-Abenden gab es laut Reif gemeinsame Urlaube auf Sylt, wo er Jauch in dessen "wunderschönem Haus" besucht habe. Bei den dortigen Besuchen bringe er seinem Freund immer etwas mit, "eine Duftkerze oder irgendeinen anderen Nippes".

Auch bei Gegenbesuchen käme Jauch nie mit leeren Händen. Er habe immer ein gutes Fläschchen von seinem Weingut an der Mosel-Saar dabei. Sein Lieblingswein von Jauch seien die Süßweine - "und zwar alle": "Glauben Sie mir: Das sind Kracher!" Auch wenn Jauch "sonst der größte Knauserer unter der Sonne" sei, habe er beim Skat immer einen Kracher dabei, wenn er aus seinem Weinkeller käme. Deswegen sei sein Freund "doch der großzügigste Mensch", den er kenne.

Marcel Reif und Günther Jauch überzeugten beim "Torfall von Madrid"

Die enge Bindung von Günther Jauch und Marcel Reif wurde unter anderem sicht- und hörbar, als sie gemeinsam den berühmten "Torfall von Madrid" für den Privatsender RTL moderierten. Am 1. April 1998 fiel noch vor dem Anpfiff der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid ein defektes Tor um. Der Spielbeginn verzögerte sich deswegen um 76 Minuten und zwang Reif und Jauch zur Improvisation und Überbrückung der Wartezeit. Für ihre launige Moderation bekamen die beiden den Bayerischen Fernsehpreis im Jahr 1998 überreicht und wurden 1999 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.

Fans klingen bis heute noch ihre legendären Sprüche wie "Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gutgetan" (Reif) oder "Für alle die, die nicht rechtzeitig eingeschalten haben, das erste Tor ist schon gefallen" (Jauch) in den Ohren. Das Besondere: Während der Wartezeit schalteten in der Spitze mehr als 12 Millionen Zuschauer zu, das eigentliche Spiel verfolgten dann nur noch rund sechs Millionen Fußballfans. Dortmund unterlag im Übrigen den Königlichen damals mit 0:2.