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Margot Robbie bezieht Stellung zur Oscar-Kontroverse

Nach der Kontroverse um die fehlenden Oscar-Nominierungen für "Barbie" in zwei entscheidenden Kategorien hat sich nun auch Hauptdarstellerin Margot Robbie zu Wort gemeldet. (Bild: 2024 Getty Images/Presley Ann)
Nach der Kontroverse um die fehlenden Oscar-Nominierungen für "Barbie" in zwei entscheidenden Kategorien hat sich nun auch Hauptdarstellerin Margot Robbie zu Wort gemeldet. (Bild: 2024 Getty Images/Presley Ann)

"Barbie" ist für acht Oscars nominiert. Dass Margot Robbie und Greta Gerwig nicht in den Kategorien "Beste Hauptdarstellerin" und "Beste Regie" berücksichtigt wurden, sorgte nach der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen 2024 jedoch für Furore. Nun hat der Star des Films erstmals selbst Stellung bezogen.

Mit acht Oscar-Nominierungen geht Greta Gerwigs Satire "Barbie" bei den 96. Academy Awards am 10. März 2024 ins Rennen. Dass Ryan Gosling als bester Nebendarsteller nominiert ist, Margot Robbie hingegen nicht als beste Hauptdarstellerin und Greta Gerwig nicht als beste Regisseurin, sorgte jedoch seit der Bekanntgabe der diesjährigen Oscar-Kandidaten bei vielen Fans für Empörung.

Der Vorwurf: Die Entscheidung der Oscar-Jury sei frauenfeindlich und antifeministisch. In einem Interview mit dem US-Branchenmagazin "Deadline" äußerte sich Robbie nun erstmals selbst zu der Debatte. "Natürlich denke ich, dass Greta Gerwig als Regisseurin hätte nominiert werden sollen, denn das, was sie geschafft hat, ist eine einmalige Sache in ihrer Karriere, eine einmalige Sache in ihrem Leben, die sie wirklich gemeistert hat", erklärte die Schauspielerin - und ergänzte: "Aber es war ein unglaubliches Jahr für alle Filme."

Die 33-Jährige plädierte dafür, sich auf die positiven Aspekte zu konzentrieren: Schließlich habe sich der Film von den beengenden Grenzen des Mediums befreit und sich zu einem kulturellen Phänomen entwickelt, eines, das größer sei "als dieser Film, größer als unsere Filmindustrie". Das Ziel der Filmschaffenden sei gewesen, etwas zu kreieren, das die Kultur verändere und etwas bewirke. Dies sei gelungen - "und das ist wirklich die größte Belohnung, die aus all dem entstehen konnte", betonte Robbie.

"Enttäuscht wäre eine Untertreibung": So reagierte Ryan Gosling auf Oscar-Nominierungen

Zuvor hatte bereits Robbies Co-Star Ryan Gosling Stellung bezogen. "Es gibt keinen Ken ohne Barbie, und es gibt keinen Barbie-Film ohne Greta Gerwig und Margot Robbie, die beiden Hauptverantwortlichen für diesen geschichtsträchtigen, weltweit gefeierten Film. Ohne ihr Talent, ihren Mut und ihre Genialität wäre keine Anerkennung für irgendjemanden in diesem Film möglich", sagte Gosling in einem Statement.

Zu sagen, er sei "enttäuscht", dass sie in ihren jeweiligen Kategorien nicht nominiert sind, "wäre eine Untertreibung", erklärte er. "Gegen alle Widrigkeiten, mit nichts als ein paar seelenlosen, spärlich bekleideten und glücklicherweise schrittlosen Puppen, brachten sie uns zum Lachen, brachen unsere Herzen, trieben die Kultur voran und schrieben Geschichte. Ihre Arbeit sollte zusammen mit den anderen sehr verdienten Nominierten gewürdigt werden", so Goslings Erklärung weiter.

Oscars 2024: In diesen Kategorien ist "Barbie" nominiert

Die weiblichen Stars des Films gingen allerdings nicht völlig leer aus: Regisseurin Greta Gerwig und ihr Ehemann Noah Baumbach sind in der Kategorie "Bestes adaptiertes Drehbuch" für einen Oscar nominiert. Der erfolgreichste Film des letzten Jahres, der ein Einspielergebnis von 1,4 Milliarden Dollar erzielte, erhielt außerdem Nominierungen in den Kategorien "Kostümdesign" und "Produktionsdesign".

Hauptdarstellerin Margot Robbie, ihr Mann Tom Ackerly, Robbie Brenner und David Hyman wurden zudem als Produzenten für den besten Film nominiert. Das von Gosling interpretierte "I'm Just Ken" ist genauso wie der Billie-Eilish-Song "What Was I Made For?" als bester Song für einen Oscar vorgeschlagen. Zudem ist auch America Ferrera in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" nominiert.