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Meditierender Yogi im Schnee: fake oder real?

Das virale Video eines Yogis zeigt ihn bei einer außergewöhnlichen Meditation: inmitten eines Schneesturms auf einer Berg. Das Internet ist gespalten, ob das Video echt ist
Das virale Video eines Yogis zeigt ihn bei einer außergewöhnlichen Meditation: inmitten eines Schneesturms auf einer Berg. Das Internet ist gespalten, ob das Video echt ist. (Foto: Symbolbild / Getty Images)

Das Video eines Yogis, der kurzärmelig auf einem schneebedeckten Berg meditiert, hat das Internet gespalten. Entweder glaubten User*innen, es sei inszeniert oder gar mit künstlicher Intelligenz generiert worden oder es handelt sich tatsächlich um einen besonders willens- und geistesstarken Yogi.

Allein auf Instagram sammelte das Reel zehntausende Kommentare. Vor einigen Tagen hat sich eine spirituelle Organisation zu Wort gemeldet und geschrieben, dass die Aufnahme echt sei. Es handle sich demnach um einen bekannten Yogi.

Warum der ganze Wirbel?

Ein steiler Berghang, Schnee weht durch das Bild, der Wind rauscht: Inmitten dieser unfreundlichen Szene sitzt ein Mann mit langen Haaren und dichtem Bart. Er trägt Perlenketten um den Hals, und ein kurzärmeliges Gewand. Nur seine Arme sind zu gut zu sehen, große Teile seines restlichen Körpers – auch sein Gesicht – sind hingegen beinahe vollständig von Schnell bedeckt. Es scheint, als sitze der Mann regungslos im Schneidersitz und meditiere. Seine Augen sind geschlossen.

Das Video, das kürzlich viral gegangen ist, soll einen Yogi zeigen, der mit seiner Konzentrationspraxis Wind und Wetter trotzt. Aber ist es echt?

So reagiert die Netzgemeinde

Das haben sich auch tausende Menschen online gefragt. Auf Instagram allein wurde das Video über 40.000-mal kommentiert und mit über 2,3 Millionen Herzen versehen.

Viele glauben nicht, dass es sich hier um einen echten Yogi handelt, der meditiert. Sie scherzen stattdessen: "Lebt er noch?" Oder: "Der Geist kann sicherlich nicht über eine Unterkühlung siegen." Und: "Das ist genau der richtige Weg, um einige Körperteile zu verlieren."

Andere halten es aber durchaus für möglich. Zwei Beispiele: "Sein Körper hört auf den Geist. Das können nur echte Yogis." Und: "Wahrhafte Yogis können auch ihr Herz dazu bringen, dass es kurzzeitig aufhört zu schlagen."

Andere fragen sich hingegen, sollte das Video echt sein, welche Motivation hinter der Aufnahme stecken könnte: "Wieso lässt er sich filmen? Die meisten echten Yogis wollen das doch nicht. Macht er es, um seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen oder um das Vertrauen seiner Follower*innen zu gewinnen, um später etwas Großes aufzuziehen?"

Das sind die Hintergründe

Laut India Today hat sich mittlerweile der Hindutempel Kaulantak Peeth eingeschaltet und bekräftigt, dass das Video echt sei und auch den Namen des Yogi verraten. In dem Text heißt es: "Kaulantak Peeth behauptet, es handle sich um Satyendra Nath, der bereits seit mehreren Jahren mit ihrer Organisation verbunden sei. Das fragliche Video wurde von Satyendra Naths Schüler Rahul gefilmt."

Das Video sei im Vorgebirge des Himalaya-Gebirges, nahe der indischen Stadt Kullu, entstanden. Nath habe sich dort mit Schülern einen Monat lang aufgehalten, um zu meditieren. Während einer langen Sequenz sei die Gruppe von einem Schneesturm überrascht worden. Nath aber habe sich im Zustand tiefer Meditation befunden – da entschlossen sich seine Schüler, ihn zu filmen.

Nath praktiziert mittlerweile seit 22 Jahren Yoga. Aufnahmen von ihm in ungewöhnlichen Umgebungen sollen keine Ausnahme sein, schreibt Kaulantak Peeth.