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Ein Megatalent blüht auf

Ein Megatalent blüht auf
Ein Megatalent blüht auf

Schon früh waren die Lobeshymnen auf Charles De Ketelaere nicht mehr auszublenden. Als einer der vielversprechendsten belgischen Talente gab er bereits im Alter von 18 Jahren sein Debüt für seinen Jugendklub FC Brügge und erzielte in 120 Spielen stolze 25 Treffer.

Wenig überraschend wurde der offensive Mittelfeldspieler auch mit Kevin De Bruyne verglichen.

Doch ein Wechsel im vergangenen Jahr zu AC Mailand bremste seine Karriere beinahe dramatisch aus. Insgesamt 40 Mal stand der belgische Nationalspieler für die Rossoneri auf dem Rasen, fand sich dort allerdings nie zurecht und schoss kein einziges Tor.

Die logische Folge: Ein neuerlicher Vereinswechsel im vergangenen Sommer. De Ketelaere blieb in der Serie A und ging per Leihe mit Kaufoption zu Atalanta Bergamo.

Und rund ein halbes Jahr später lässt sich als Zwischenbilanz sagen: Alles richtig gemacht! Unter Trainer Gian Piero Gasperini ist der 22-Jährige wieder gesetzt und bekommt endlich den nötigen Rückhalt.

De Ketelaere markiert Doppelpack

De Ketelaere wiederum zahlt das zurück - und zwar auf eine eindrucksvolle Art und Weise. Das zeigte nicht zuletzt das letzte Wochenende. Am Sonntagabend hatte Atalanta im heimischen Stadion Lazio Rom zu Gast und den Gegner unerwartet gut im Griff.

Dass es am Ende 3:1 für die Hausherren stand, war auch ein großer Verdienst von De Ketelaere. Zunächst verwandelte der Youngster kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter. In der Schlussphase entschied er dann mit seinem zweiten Treffer des Tages die Partie endgültig.

Auch im Spiel zuvor gegen Udinese war De Ketelaere mit zwei Torvorlagen beim 2:0-Sieg entscheidend am Sieg beteiligt.

„Blüht auf, weil er das Vertrauen spürt“

„Jungen Spielern musst du Zeit geben, das sieht man bei De Ketelaere. Letztes Jahr bei Milan hatte er keinen Rhythmus, weil er nur selten spielte. Jetzt blüht er bei Atalanta auf, weil er das Vertrauen spürt“, urteilte der frühere italienische Stürmer Christian Vieri kürzlich in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport.

Mit Atalanta kämpft De Ketelaere nun um die Qualifikation für die Champions League. Auf Platz vier liegen die Lombarden knapp vor dem FC Bologna, der AS Rom und der SSC Neapel.

Hält der Lauf des Belgiers an, darf sich seine Mannschaft ernsthafte Hoffnung machen, im kommenden Jahr wieder in der Königsklasse starten zu können.