Mit diesen Fragen lernst du deinen Partner wirklich kennen

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Dates und frische Beziehungen können wahnsinnig lustig und aufregend sein. Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man keine Zeit mehr verschwenden und schnell herausfinden will, ob das Potenzial für eine gemeinsame Zukunft vorhanden ist. Als Leitfaden könnte dieser Fragenkatalog dienen.

Am Anfang jeder Beziehung gibt es viele Fragen. (Symbolbild: Getty Images)

Um herauszufinden, welche Dinge gleich am Anfang einer Beziehung geklärt werden sollten, um die gemeinsame Basis abzuchecken, hat die britische ”Cosmopolitan“ mit den Beziehungsberatern Gurpreet Singh und Simone Bose von der Beratungsgesellschaft Relate gesprochen. Laut Singh sollte man anfangs vor allem Fragen stellen, die sich um die Themen Kommunikation, Verhandlungsgeschick und Unabhängigkeit drehen. Und das sind die wichtigsten:

Was ist dir wichtig?

Um herauszufinden, welche Prioritäten ein potenzieller Partner in seinem Leben setzt, empfehlen die Experten, ihn nach den fünf Dingen zu fragen, die ihm in seinem Leben am wichtigsten sind. Hierbei sollten die Antworten möglichst mit den eigenen Lebenszielen übereinstimmen. Wenn sich einer der Partner sehr auf die Karriere konzentrieren will, während der andere von Kindern und Weltreisen träumt, wird das irgendwann zu einem Problem werden.

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Wie kann ich deinen Tag verbessern?

Diese Frage ist ein einfaches Mittel, um dem Partner zu signalisieren, dass er einem wichtig ist, dass man ihm zuhört und dass man seine Bedürfnisse ernst nimmt. Im Idealfall bekommst du auf diese Frage dann dieselbe gestellt.

Wofür bist du bereit, viel Geld auszugeben?

Wofür jemand spart oder eben nicht und was ihm viel Geld wert ist, sagt einiges über den Charakter aus. Wenn ein Partner möglichst viel Geld spenden möchte, während der andere auf einen Ferrari spart, ist die Differenz zwischen ihnen denkbar groß.

”Wie sollte unser Leben in zehn Jahren aussehen?“

Bei dieser Frage sollten beide Partner ganz ehrlich sein und sich ihre Träume vom Haus mit Kindern, vom Leben im Ausland oder den großen Karrieresprung erzählen. Wenn die Wunschvorstellungen hier weit auseinanderliegen, wird das irgendwann zu einem Problem, das sich nicht einfach aus der Welt schaffen lässt.

Wovor fürchtest du dich in der Zukunft?

Die Frage nach den Zukunftsängsten dient zweierlei Dingen. Erstens hilft sie einem, den Partner als Person besser zu begreifen. Und zweitens gibt sie einem die Möglichkeit, ihn bestmöglich zu unterstützen und ihm ein Stück weit die Ängste zu nehmen.

Wie wichtig ist dir deine Familie?

Treffen Partner aufeinander, bei denen der eine aus einer intakten und eng verbundenen Familie stammt, deren Mitglieder sich oft und gerne sehen, kann auch das ein Problem sein, wenn der Partner aus ganz anderen Verhältnissen kommt und die enge Bindung nicht nachvollziehen kann. Wie man damit umgeht, sollte möglichst früh besprochen werden.

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Was sind deine besten und schlechtesten Kindheitserinnerungen?

Um zu verstehen, wie der Partner auch als Erwachsener wirklich tickt, hilft das Gespräch über die Kindheit. Hier kann man auch viel darüber erfahren, welche Rolle Vertrauen in einer Beziehung spielt und wann sich der Partner wohl fühlt.

Wofür brennst du und wie entspannst du dich?

Man muss in einer Beziehung nicht alle Interessen teilen, aber es sollte Dinge geben, die man gemeinsam tun und dabei Spaß haben kann. Als positive Beispiele nennen die Beziehungsexperten hier Michelle und Barack Obama oder auch Prinz Harry und Herzogin Meghan. Beide Paare teilten ein ähnliches Wertesystem und hätten gemeinsame Interessen, seien im Hinblick auf ihre Arbeit aber ganz eigenständig und unterstützten sich gegenseitig.

Die Beziehung zwischen deinem Partner und deinen Freunden kann viel über deine eure Beziehung aussagen. (Symbolbild: Getty Images)

Wer sind deine Freunde?

Über die Freunde eines Menschen erfährt man zum einem, womit er seine Freizeit gerne verbringt. Zum anderen kann man im Gespräch aber auch erfahren, wie viel Menschen ihren Freunden wirklich mitteilen und ob sie fähig sind, sich bei Problemen Rat und Hilfe zu suchen.

Wie gehst du Probleme an?

Hier sollte man sein Gegenüber fragen, wie es sich bei einem Konflikt mit einem nahestehenden Menschen verhält. Wichtig ist hier vor allem, ob Probleme offen angesprochen werden, um sie zu lösen, oder eher verdrängt.

Was könntest du nicht verzeihen?

Diese Frage ist wichtig, um zu erfahren, was in der Beziehung ein No-Go ist und wo man die Grenze ziehen muss. Dabei geht es nicht nur um Seitensprünge, sondern auch um Dinge, die den anderen triggern und zum Ausflippen bringen können wie Schreien bei Streit oder den anderen herunterzumachen.

Will dein Partner Kinder oder nicht - eine Frage, die man sich am Anfang einer Beziehung stellen sollte (Symbolbild: Getty Images)

Welche Beziehung bewunderst du?

An dieser Frage erkennt man, welche Werte innerhalb einer Beziehung jemand besonders schätzt. Und sie ist ein gutes Mittel, auch Menschen, die Probleme damit haben, über sich selbst zu sprechen, zum Reden zu bringen, indem der Fokus auf jemand anders liegt.

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Womit verbringst du deine Zeit, wenn wir nicht zusammen sind?

Natürlich kommt es hier darauf an, was genau der Partner macht, um ihn in seiner Persönlichkeit besser zu verstehen. Die Frage zielt aber vor allem auch auf die Selbständigkeit und die Fähigkeit, auf eigenen Beinen zu stehen und eigene Interessen zu verfolgen.

Bist du gläubig?

Ist ein Partner gläubig und der andere Atheist, kann das zu Spannungen und Diskussionen führen, die oft ergebnislos enden. Hier hilft nur gegenseitige Akzeptanz.

Würdest du mir sagen, wenn ich stinke?

Ohne Witz halten die Beziehungsexperten diese Frage für besonders wichtig. Dabei gehe es um Authentizität und Ehrlichkeit. Wer andere vorgeblich schont, indem er ihnen Dinge verschweigt, die sie verletzen könnten, hilft ihnen nicht, sondern bewirkt das genaue Gegenteil.

Was magst du an mir?

An dieser Frage kann man erkennen, wie gut einen der Partner versteht und welche Eigenschaften er besonders anziehend findet. Außerdem hilft sie Paaren dabei, sich daran zu erinnern, welche Dinge sie am anderen lieben, anstatt daran zu denken, welche einem auf die Nerven gehen.

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