Nach Golden-Globes-Sieg: Mutter von Dahmer-Opfer wütend auf Evan Peters

Für seine Darstellung des Serienmörders Jeffrey Dahmer in der Netflix-Serie "Dahmer" hat Schauspieler Evan Peters (35) am Mittwochabend (11. Januar) den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie erhalten.

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In "Dahmer" verkörpert Evan Peters den Serienmörder Jeffrey Dahmer. (Bild: Ser Baffo/Netflix © 2022)

Und das sorgt bei den Hinterbliebenen der Opfer des berüchtigten Serienkillers für Unmut: Gegenüber "TMZ" beanstandet die Mutter von Dahmers Opfer Tony Hughes, Shirley Hughes, dass Peters seine Dankesrede hätte nutzen sollen, um den Familien der Opfer von Dahmers Taten Tribut zu zollen.

Weiter fordert sie, Hollywood solle aufhören, Geschichten über Mörder zu erzählen und diese zu verherrlichen. Um Tony Hughes Geschichte dreht sich die sechste Folge der Netflix-Serie. Dahmer hatte den gehörlosen Afroamerikaner am 24. Mai 1991 ermordet und seine Leiche mehrere Tage in seinem Schlafzimmer liegen gelassen.

"Es ist eine Schande"

In seiner Dankesrede bei der Verleihung der Golden Globes hatte Evan Peters am Mittwoch gesagt, er hoffe, sein Sieg und die Serie würden Gutes bewirken. Hughes' Mutter ist anderer Meinung, wie sie dem Klatschportal erklärt: Nichts Gutes könne daraus entstehen. Laut ihr verursacht der Award lediglich mehr Trauer für die Familien von Dahmers Opfern, da sie wieder und wieder an die Tragödie erinnert würden. "Es ist eine Schande, dass Menschen unser Unglück benutzen können, um daraus Geld zu machen. Die Opfer haben nie einen Cent gesehen. Wir fühlen diese Emotionen jeden Tag."

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Kritik an Darstellung von Tony Hughes in "Dahmer"

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Netflix-Serie im September 2022 hatte es Kritik an der Serie gegeben. Der Vorwurf: Man habe den Serienmörder Jeffrey Dahmer verharmlost und vermenschlicht. Shirley Hughes bemängelte damals, dass die Serie ernsthafte Ungenauigkeiten enthalten soll. "Ich verstehe nicht, wie sie das tun können", sagte die 85-Jährige der britischen Zeitung "The Guardian". "Ich kann nicht einsehen, dass sie unsere Namen verwenden und so etwas veröffentlichen dürfen."

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