Nachhaltiger Treibstoff: Air France fliegt mit Speiseöl nach Kanada

·Lesedauer: 1 Min.
Staff members refuel an Airbus A350-900, the first Air France jet long-haul aircraft fuelled with sustainable aviation fuel (SAF) produced by French energy group Total at Roissy airport on May 18, 2021. (Photo by Eric PIERMONT / AFP) (Photo by ERIC PIERMONT/AFP via Getty Images)
Ein französisches Flugzeug fliegt mit Speiseöl. (Foto: Getty)

Air France will neue Standards in der Luftfahrt setzen: Sustainable Aviation Fuel soll den Luftverkehr umweltfreundlicher machen - dafür besteht er hauptsächlich aus Pflanzen- und Speiseölen.

Die Fluggesellschaft Air France ist erstmals mit einem nachhaltigen Treibstoff aus Speiseöl aus französischer Produktion zu einem Langstreckenflug aufgebrochen. Die Maschine sei am Dienstagnachmittag vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Richtung Montréal in Kanada abgehoben, teilte das Unternehmen mit.

Gemisch aus Kerosin und 16 Prozent Biokraftstoff

Air France-KLM "FR0000031122" hat sich mit dem Energiekonzern Total, dem Flugzeugbauer Airbus "NL0000235190" und dem Flughafenbetreiber ADP zusammengetan, um den Luftverkehr umweltfreundlicher zu machen. Derartige Biotreibstoffe sollen die CO2-Emissionen deutlich verringern. Sogenannter Sustainable Aviation Fuel (SAF) wird derzeit hauptsächlich aus Biomasse wie nicht mehr genutzten Pflanzen- und Speiseölen hergestellt.

Lesen Sie auch: Luftverkehr - Weniger fliegen, gar nicht fliegen, anders fliegen?

Die Tanks seien mit einem Gemisch aus Kerosin und 16 Prozent Biokraftstoff gefüllt, schrieb der Beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, auf Twitter. Der Biokraftstoff wurde aus Abfällen und Reststoffen in Frankreich hergestellt. Immer wieder experimentieren Fluggesellschaften mit dem Biosprit SAF, der zurzeit deutlich teurer als normales Kerosin ist. "Die Herausforderung besteht darin, mehr davon zu produzieren, um den Preis zu senken", schrieb Djebbari.

Im Video: 9 einfache Dinge, die du für die Umwelt tun kannst

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.