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Nadja Benaissa über Kritik an 'Die Passion': "Hass gab es schon immer"

Die Live-Inszenierung von 'Die Passion' konnte am Mittwochabend (27. März) die Zuschauer*innen für sich vereinnahmen: Im Schnitt schauten rund 2,23 Millionen zu, als Stars wie Nadja Benaissa (41) in der Rolle der Maria an der Seite von Jimi Blue Ochsenknecht (32) als Judas und Ben Blümel (42) als Jesus die Ostergeschichte zum Leben erweckten.

"Der ganze Diskurs ist sehr rau geworden"

Es ist das zweite Mal nach 2022, dass der Privatsender sich an den Stoff wagt, und Nadja weiß, dass die moderne Abhandlung nicht jedermanns Geschmack trifft. "Gerade, wenn es um die Geschichte Jesu geht, findet es bestimmt nicht jeder passend, diese so modern zu interpretieren", gestand die No-Angels-Sängerin im Gespräch mit 't-online'. Das sei aber nicht nur auf diese Art Stoff reduziert. "Der ganze Diskurs ist aber doch sehr rau geworden, generell in den sozialen Medien. Alles polarisiert immer stärker – ob politisch, religiös oder eigentlich bei allem."

Nadja Benaissa kann sich der Kritik stellen

Kritik ist Nadja Benaissa seit jeher gewohnt, denn sie weiß: "Diesen Hass gab es schon immer." Auch als ihre Girlband No Angels über Nacht berühmt wurde, arbeiteten sich die Hater an ihnen ab, auch wenn es zu dem Zeitpunkt noch kein Social Media gab. Am Anfang habe sie das sehr beschäftigt, mittlerweile ficht es die Musikerin nicht mehr an: "Ich fange nicht an, an mir zu zweifeln oder wütend zu sein, wenn ich etwas Schlechtes oder hasserfüllte Kommentare über mich lese."

Im Netz gab es am Mittwochabend aber eine Menge Lob für die Darstellerin der Maria, auch von Menschen, die nicht religiös sind. "Das Konzept der Sendung leuchtet mir als Atheist und Wissenschaftsfreund zwar nicht ein, aber Nadja ist top" , schrieb zum Beispiel jemand, eine andere Nutzerin fügte hinzu: "Alle haben es super gemacht, aber insbesondere Nadja Benaissa hat mich sehr berührt."

Bild: picture alliance/dpa | Swen Pförtner