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Netanjahu: "Kein Waffenstillstand mit der Hamas"

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat einen Vorschlag der Hamas zu einem Waffenstillstand zurückgewiesen. Laut Netanjahu sind die Forderungen der Hamas inakzeptabel, da dies praktisch eine Rückkehr zum Status quo vor dem Krieg bedeuten würde. „Nur ein vollständiger Sieg wird die Beseitigung der Hamas und die Rückkehr aller unserer Geiseln ermöglichen“, so Netanjahu. Ein Eingehen auf den Vorschlag der Hamas stelle „eine tödliche Verletzung der Sicherheit Israels“ dar.

"Keine Zwei-Staaten-Lösung"

Zuvor hatte Netanjahu bei seinen amerikanischen und europäischen Verbündeten Enttäuschung ausgelöst, indem er eine „Zwei-Staaten-Lösung“ in einem möglichen Nachkriegsszenario klar ablehnte.

Netanyahu sieht sich auch im eigenen Land wachsendem Druck ausgesetzt. Angehörige von Geiseln verlangen von der Regierung, mehr für die Rückkehr der Gefangenen zu tun, auch wenn dies einen Waffenstillstand mit der Hamas bedeutet.

Trotz Netanjahus Entschlossenheit, die Angriffe fortzusetzen, geben ausländische Diplomaten ihre Versuche nicht auf, eine Art von Abkommen zu vermitteln. Die USA, Ägypten und Katar wollen offenbar diese Woche versuchen, Verhandlungen aufzunehmen, die mit einer Freilassung der Geiseln beginnen und schließlich zu einem Rückzug der israelischen Streitkräfte führen könnten.

Diplomaten betonen, dass jede noch so kleine Chance genutzt werden muss, da der Krieg auf die Region überzugreifen beginnt. Netanjahu sagte am Sonntag: „Wer auch immer versucht, uns zu schaden – wir schaden ihm, in Gaza, im Libanon, in Syrien und überall“.

Neue Angriffe im Libanon und Syrien

Am Sonntag wurde ein neuer gezielter israelischer Luftangriff auf den Libanon geflogen, bei dem ein Hisbollah-Vertreter getötet und nach libanesischen Angaben mehrere Zivilisten verletzt wurden.

Zuvor hatte ein ähnlicher Luftangriff in Syrien, bei dem mehrere Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden getötet wurden, eine heftige Reaktion Irans ausgelöst: Präsident Raisi erklärte, Teheran werde „die Verbrechen des zionistischen Regimes nicht unbeantwortet lassen“.