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Neuausrichtung der Außenpolitik: Putin benennt Feinde und Freunde

Neuausrichtung der Außenpolitik: Putin benennt Feinde und Freunde

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine außenpolitische Doktrin unterzeichnet, in der der Westen und vor allem die USA als größte Gefahr eingestuft werden. Russland werde seine Politik entsprechend der aggressiven antirussischen Politik des kollektiven Westens ausrichten, heißt es in dem Dokument.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erläuterte: "Die USA werden direkt als Hauptinitiator und Dirigent der antirussischen Stimmung benannt, und generell wird die Politik des Westens, die darauf abzielt, Russland auf jede erdenkliche Weise zu schwächen, als ein hybrider Krieg neuer Art charakterisiert. Der existenzielle Charakter der Bedrohungen für die Sicherheit und Entwicklung unseres Landes, hervorgerufen durch die Handlungen unfreundlicher Staaten, wird ebenfalls festgestellt."

Gemäß der Doktrin sind China und Indien strategische Partner Russlands. Es gelte, die "Überreste der Dominanz" der USA und anderer "unfreundlicher Staaten" abzubauen. Europa wird in der Doktrin zu mehr Eigenständigkeit gegenüber den USA aufgerufen. Beklagt wird eine Russophobie westlicher Staaten.

Russlands Hauptziel sei, das "nahe Ausland" zu einer "Zone des Friedens, guter Nachbarschaft, nachhaltiger Entwicklung und des Gedeihens" zu machen.