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Neue Vorwürfe gegen UNRWA: Hilfswerk soll große Verbindungen zur Hamas haben

Eine mutmaßliche Beteiligung von Mitarbeitern des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA am Massaker der islamistischen Hamas in Israel nimmt immer größere Formen an. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ein israelisches Geheimdienstdossier berichtet, hätten rund zehn Prozent aller rund 12.000 im Gazastreifen beschäftigten Mitarbeiter des Hilfswerks Verbindungen zur Hamas oder dem Islamistischen Dschihad.

Die Vorwürfe gegen zwölf UNRWA-Beschäftigte wegen mutmaßlicher Beteiligung an dem Angriff der Hamas am 7. Oktober hatten weltweit für Empörung gesorgt. Als Reaktion stellten zahlreiche Staaten ihre Zahlungen an das Hilfswerk vorübergehend ein, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Frankreich. US-Außenminister Antony Blinken erklärte, dass das Hilfswerk "eine absolut unverzichtbare Rolle dabei spiele, sicherzustellen, dass Männer, Frauen und Kinder, die in Gaza so dringend Hilfe benötigen, diese auch tatsächlich erhalten".

Unterdessen haben die USA mitgeteilt, dass der tödliche Drohnenangriff in Jordanien keine Auswirkungen auf die Freilassung der Geiseln in Gaza habe. Laut Schätzungen befinden sich noch etwas mehr als 130 Menschen in der Gewalt der Islamisten.

Wie der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte, die Fähigkeit der USA würde sich nicht ändern, die Geiseln freizubekommen, "was auch immer unsere Antworten sind". Die Gespräche gingen weiter. "Wir glauben, dass sie konstruktiv sind und in eine gute Richtung gehen."

Derweil hat das israelische Militär nach eigenen Angaben einen Friedhof und eine Moschee im Süden des Gazastreifens zerstört, um das dortige Tunnelnetz der Hamas zu zerschlagen. Dabei wurde ein Stadtviertel von Chan Junis völlig zerstört.Israel rechtfertigte den Einsatz mit der Behauptung, die Hamas würde diese Stätten als Deckung nutzen.

Militärische Angriffe auf heilige Stätten werden von Palästinensern und Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert. Nach internationalem Recht stehen Friedhöfe und religiöse Stätten unter besonderem Schutz – ihre Zerstörung könnte als Kriegsverbrechen gewertet werden.