Werbung

Neuseeland: seltsame Kreaturen am Strand angespült

Ein meterlanges Stück Treibholz wird an einem Strand von Neuseeland angeschwemmt. Es ist über und über besiedelt mit tentakelförmigen Wesen. Strandgänger*innen haben einen Verdacht, um was für Tiere es sich handeln könnte. Sie liegen aber daneben.

Immer wieder wird in Neuseeland Treibgut angeschwemmt, das übersät ist mit tentakelförmigen Kreaturen
Immer wieder wird in Neuseeland Treibgut angeschwemmt, das übersät ist mit tentakelförmigen Kreaturen. Dabei handelt es sich um eine besondere Krebsart. Dieses Foto entstand im Jahr 2016. Foto: Fiona Goodall / getty images

1.) Was ist passiert?

An einem Strand von Neuseeland wurde ein Baumstamm angespült. So weit, so gewöhnlich. Doch das Holz war über und über besetzt mit eigenartigen tentakelförmigen Kreaturen.

Wer nun direkt an den Science-Fiction-Thriller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing denkt, in dem sich Meereslebewesen unnatürlich verhalten und die Menschheit angreifen, dürfte aber enttäuscht sein. Zwar handelt es sich bei den Tentakeltieren um eine Art, die in dieser Region nur sehr selten vorkommt. Doch für ihre Anwesenheit gibt es einen logischen Grund.

Krebse, Muscheln, Aliens

Wie das Onlinemedium Stuff vergangene Woche berichtete, machten Anwohner*innen der Küstenregion Bay of Plenty im Norden Neuseelands am 7. Mai eine seltsame Entdeckung: Sie fanden in Papamoa Beach ein großes Stück Treibholz am Strand, etwa fünf Meter lang, das übersät war mit tentakelförmigen Lebewesen.

In einem Video ist zu sehen, wie eine Person die Tentakel mit den Fingern antippt. Die ziehen sich daraufhin zusammen.

2.) Wie waren die Reaktionen?

Zwar zeigten sich laut dem Artikel manche überrascht von der „Alien-haften“ Erscheinung. Doch die meisten Spaziergänger*innen, die sich um die Entdeckung versammelten, hatten schnell einen Verdacht: Es könnte sich dabei doch um Entenmuscheln handeln.

Diese Blaukrabbe ist ein Sensationsfund

Trotz des Namens handelt es sich dabei nicht um Muscheln. Sondern um Krebse, die sich mit ihrem langen Stil an Felsen oder auf Treibgut festsetzen. Dieser Stil ist es auch, der ihnen ihr tentakelähnliches Aussehen verleiht.

Sie gelten vor allem in Spanien und Portugal als Delikatesse und sind sehr teuer. Weshalb wohl auch einigen Menschen in Neuseeland bei ihrem Fund ein ganz besonderes Dinner vorschwebte. Doch Stuff wollte es genau wissen und hat bei einer Expertin nachgefragt.

3.) Was sagen Experten?

Im Interview sagt Wilma Blom, sie forscht am Auckland Museum zu wirbellosen Meeresbewohnern: „Ja, es handelt sich um Entenmuscheln. Aber nicht um die Art, die als Delikatesse verspeist wird.“

Doch Blom erklärt, dass auch die angeschwemmten Muscheln genießbar seien, sie selbst habe sie aber noch nicht gegessen. Dass sie hier in dieser Region gelandet sind, war dennoch ein seltenes Ereignis. Eigentlich kommt diese Art andere Regionen vor. „Vermutlich hat der seit einiger Zeit anhaltende Nordostwind die Krebse hierhergebracht“, sagt Blom.

4.) Gab es so etwas schon einmal?

Der Vorfall erinnert etwas an eine Begebenheit aus dem Jahr 2022, als Spaziergänger in Wales ein Wesen fanden, das aus dem Netflix-Hit "Stranger Things" hätte entsprungen sein können.

Das seltsame Wesen mit mehreren tentakelartigen Fortsätzen war in Shell Longmore gesichtet worden.

Vergleiche mit dem Mind Flayer aus der "Stranger Things" wurden gezogen.

Am Ende stellte sich heraus, dass es sich in Wirklichkeit um Schwanenhals-Seepocken handelte, die als seltene Delikatesse gelten.