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In New Hampshire gewinnt Donald Trump die Vorwahlen gegen Nikki Haley

Ex-US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Sieg bei den Vorwahlen seiner Partei in New Hampshire einen großen Schritt auf eine dritte republikanischen Präsidentschaftskandidatur in Folge gemacht. Der 77-Jährige gewann die Vorwahlen gegen seine letzte Herausforderin, die 52-Jährige ehemalige US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley.

Nach einer Teil-Auszählung kam Trump auf 54 Prozent der Stimmen, während Nikki Haley 44 Prozent erreichte.

Trump machte sich über Haley lustig, er nannte sie eine "Hochstaplerin", die "den Sieg für sich beansprucht" habe, obwohl sie "sehr schlecht" abgeschnitten habe.

Nikki Haley versicherte aber, das Rennen sei noch nicht zu Ende. Die einzige Gegen-Kandidatin gegen Trump erklärte, dass sie ihre Bewerbung aufrecht erhalte. Sie werde sich nun auf die Vorwahlen am 24. Februar in ihrem Heimatstaat South Carolina konzentrieren.

Trump sei nur gut darin, alles kaputt zu machen, aber die USA brauchen jemanden, der auch reparieren kann, sagte Haley.

Nach Iowa geht auch New Hampshire an Donald Trump

Alledings betonten US-Medien, in der Geschichte sei noch nie ein Kandidat, der die Vorwahlen in Iowa und New Hampshire gewonnen hatte, anschließend nicht als Präsidentschaftskandidat der Republikaner nominiert worden.

Anders als Iowa gilt der US-Bundesstaat New Hampshire an der Ostküste als weniger konservativ - und Nikki Haley waren dort bessere Chancen vorausgesagt worden als im religiöser geprägten Iowa.

In Deutschland sorgt sich CDU-Politiker Norbert Röttgen. Er meint, die EU müsse sich auf einen Wahlsieg von Trump vorbereiten.

Haley: Beste Chance vertan?

Euronews-Korrespondent Philip Crowther kommentierte das Vorwahlergebnis in Manchester, New Hampshire:

"Zwei Siege für Donald Trump, und er marschiert weiter auf die Nominierung der Republikanischen Partei zu.

Die Vorwahlen in New Hampshire haben keine anderen Schlagzeilen gebracht als diese.

Nikki Haley, Trumps ehemalige UN-Botschafterin, bleibt im Rennen und verspricht, im nächsten Bundesstaat, South Carolina, in einem Monat anzutreten.

In der US-Politik ist das allerdings eine lange Zeit, und die Anhänger von Donald Trump werden ständig Druck ausüben, damit sie ihre Kampagne beendet.

Das würde dem ehemaligen Präsidenten die Möglichkeit geben, sich sofort auf eine Neuauflage der Parlamentswahlen gegen Joe Biden im November zu konzentrieren.

New Hampshire sollte Haleys beste Chance sein, eine republikanische Vorwahl zu gewinnen, gerade weil hier weniger Republikaner wählen: Unabhängige Wähler, d. h. diejenigen, die nicht bei einer der beiden großen Parteien registriert sind, können an der republikanischen Vorwahl teilnehmen.

Aber selbst diese große Gruppe gemäßigterer Wähler konnte Nikki Haley nicht zum Sieg verhelfen.

Sie hat nun Donald Trump zu einer Debatte mit ihr aufgefordert, die er aber wahrscheinlich ablehnen wird."