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Kerber bekommt Grenzen aufgezeigt

Kerber bekommt Grenzen aufgezeigt
Kerber bekommt Grenzen aufgezeigt

Für die ehemalige Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ist auch das Europa-Comeback nach ihrer Babypause enttäuschend verlaufen. Die 36-Jährige aus Kiel scheiterte beim WTA-Turnier in Linz durch ein 1:6, 3:6 gegen die Italienerin Lucia Bronzetti nach nur 63 Minuten wie schon zuletzt bei den Australian Open schon in ihrem Auftaktmatch.

Dagegen erreichte die frühere Wimbledon-Viertelfinalistin Jule Niemeier (Dortmund) in Österreich das Achtelfinale. Die 24-Jährige gewann ihre Erstrunden-Aufgabe gegen Anna Blinkowa 6:3, 6:4 und spielt in einem weiteren deutsch-russischen Duell mit Jekaterina Alexandrowa um den Einzug in die Runde der besten acht Spielerinnen.

Kerber, die beim 922.573-Dollar-Turnier in Oberösterreich per Wildcard einen Platz im Hauptfeld erhalten hatte, bekam von ihrer elf Jahre jüngeren Kontrahentin nachdrücklich die Grenzen aufgezeigt. Gleich zu Matcheröffnung verlor die frühere Nummer eins der Welt gegen Bronzetti, die auf Position 58 rangiert, ihr Aufschlagspiel. Nach nur 29 Minuten schaffte Bronzetti durch das dritte Break ihren vierten Spielgewinn in Serie und holte sich damit den ersten Satz.

Zwischenzeitlich kann Kerber mithalten

Im zweiten Durchgang konnte Kerber, die aufgrund ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt ihres Kindes bis zu Jahresbeginn ihre Karriere für rund 18 Monate unterbrochen hatte, zunächst mithalten. Nach einem Aufschlagverlust zum 1:3 hielt sich die dreimalige Grand-Slam-Titelgewinnerin durch ein postwendendes Rebreak im Match.

Letztlich aber agierte Bronzetti in der entscheidenden Phase des Satzes zu dominant und verwandelte ihren ersten Matchball.

Kerber war zu Jahresbeginn beim United Cup in Sydney auf den Tennis-Court zurückgekehrt. Beim Mannschaftsturnier zur Vorbereitung auf die Australian Open verbuchte die Linkshänderin in fünf Matches auch nur einen Sieg. In Melbourne machte ihre 2:6, 6:3, 1:6-Niederlage in der ersten Runde gegen die US-Amerikanerin Danielle Collins deutlich, dass Kerber noch weit von ihrer früheren Leistungsfähigkeit entfernt ist.