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Noch mehr Mikroplastik - Plastikpest an Spaniens Atlantikküste: Ein Weckruf?

Das Patrouillenboot Punta Roncadeira sucht weiter nach den 25 Tonnen Plastikmüll in kleinen Kügelchen, die seit Wochen an die Atlantikküste von Galicien (auch: Galicien) gespült werden.

Euronews-Reporter Jaime Velázquez ist mit der Küstenwache unterwegs und erklärt:

"Die galicische Küstenwache sucht derzeit nach Säcken, die noch nicht zerborsten sind, um sie zu bergen, bevor die Pellets an die Strände gelangen, aber Säcke dieser Größe auf See zu finden, gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen."

José Gómez berichtet, dass es nicht einfach ist, das von einem Containerschiff verlorene Plastik zu bergen. Er sagt: "Die Säckchen sind klein. Sie werden vom Wellengang bewegt und sind dann noch schwieriger zu sehen."

Und obwohl das Unglück schon Wochen zurückliegt, werden weiterhin die Plastikkügelchen an die Strände gespült.

Reinigungsdienste und Freiwillige holen Hunderte von Kilo Plastikmüll wie diesen von den Stränden. Die Verklappung der Plastikkügelchen ist Teil einer viel größeren stillen Flut: der von Millionen Kunststoffen, die jedes Jahr im Meer landen.

Allein in Europa geraten jedes Jahr mehr als 165.000 Tonnen Plastikmüll während des Herstellungs- und Transportprozesses in die Umwelt. Jede Sekunde werden mehr als 200 Kilo Plastik in die Meere und Ozeane geworfen.

Unglück vor der Küste Galiciens als Weckruf

Das spanische Institut für Ozeanografie in Vigo untersucht seit Jahren die Folgen von Mikroplastik auf das Leben im Meer. Vom Tod durch Verschlucken über die Vergiftung durch Chemikalien bis hin zu seiner Rolle als Träger von Viren, Bakterien und schädlichen Substanzen, die am Plastik haften.

Lucía Viñas ist Wissenschaftlerin am Spanischen Institut für Ozeanographie. Sie sagt: "Das Problem ist die Menge an Plastik und Mikroplastik, die wir in der Umwelt haben. Wir hoffen, dass diese Plastikpest als Weckruf für die Plastikmenge in der Umwelt dienen wird."

Experten der Autonomen Regierung von Galicien haben in den betroffenen Gebieten Fischproben entnommen, ohne Plastik in ihnen zu finden.

Priorität ist die Lebensmittelsicherheit

Pedro Gandarillas, der Leiter der Inspektion und Kontrolle der Ressourcen, Küstenwache von Galicien, versucht zu beruhigen: "Wenn wir in den Kontrollproben Partikel oder Kügelchen dieser Art gefunden hätten, würden wir jede Maßnahme ergreifen, einschließlich der Einschränkung der Vermarktung, ohne jeden Zweifel, da das Hauptziel die Lebensmittelsicherheit ist."

Die Europäische Kommission hat im Oktober ein Projekt zur Verringerung von Plastikmüll in der Umwelt um 74 % vorgestellt. Doch das Mikroplastik, das sich bereits im Meer befindet, wird noch jahrzehntelang an die Strände gelangen.