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Kurioses TV-Interview nach blutiger Rekordjagd

Kurioses TV-Interview nach blutiger Rekordjagd
Kurioses TV-Interview nach blutiger Rekordjagd

Was für ein wilder Tag für Skispringerin Silje Opseth: Die Norwegerin hat beim Skifliegen in Vikersund eine spektakuläre neue Weltrekord-Weite nicht stehen können, später dann aber doch eine historische Bestmarke geschafft.

Zwar entging Opseth der Sieg, trotzdem freute sich die 24-Jährige anschließend in einem kuriosen TV-Interview im ZDF über einen „absolut großartigen“ Meilenstein - noch immer von den blutigen Folgen des Sturzes gezeichnet.

Silje Opseth: „Immer noch ziemlich auf Adrenalin“

Im Probedurchgang am Sonntagmorgen flog die siebenmalige Weltcupsiegerin auf 236,5 m und damit satte zehneinhalb Meter weiter als die Bestmarke der Slowenin Ema Klinec aus dem Vorjahr. Bei der Landung stürzte Opseth allerdings und zog sich dabei mehrere Schürfwunden im Gesicht zu - der Rekord war ungültig.

Von dem bitteren Erlebnis unbeeindruckt flog Opseth im Wettkampf dann aber doch in die Geschichtsbücher: Sie verbesserte im zweiten Durchgang mit einem weiteren Traumflug auf 230,5 m den Klinec -Rekord um 4,5 m.

Zum Tagessieg reichte es dennoch nicht, den sicherte sich Landsfrau Eirin Maria Kvandal, die deutlich weniger weit flog (202,0+212,0 m), aber die besseren Haltungsnoten hatte.

Trotz des verpassten Siegs und der noch immer frischen Wunden absolvierte Opseth den Interviewtermin mit ZDF-Moderatorin Lena Kesting und Ex-Weltmeister Severin Freund dann mit einem Lächeln auf den Lippen: „Es geht mir ziemlich gut. Dieser Tag war wild und ich bin immer noch ziemlich auf Adrenalin

Auch Katharina Schmid verneigt sich

Während sich die Slowenin Nika Prevc - Peters jüngere Schwester - vorzeitig den Triumph im Gesamtweltcup sicherte, landete die deutsche Rekordweltmeisterin Katharina Schmid (183,5/195) auf Platz 4.

Auch Schmid verneigte sich vor der neuen Rekordspringerin Opseth: „Sie sah aus wie eine Boxerin nach einem Kampf. Sie ist einer der Besten und hat das gezeigt, ich freue mich für sie.“

Auch bei den Männern hatte der weiteste Flug der Geschichte einst nicht den Eingang in die Rekordbücher gefunden: Der Russe Dimitri Wassiljew war 2015 in Vikersund bei 254,0 m gestürzt, den Weltrekord hält seit 2017 Stefan Kraft (Österreich) mit ebenfalls auf dem Monsterbakken erzielten 253,5 m.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)