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Nuklear-Potenzial: Putin sieht Überleben Russlands von "führenden Nato-Staaten" bedroht

Nuklear-Potenzial: Putin sieht Überleben Russlands von "führenden Nato-Staaten" bedroht

Russlands Präsident Wladimir Putin hat erklärt, Moskau müsse nicht nur das "nukleare Potenzial" der USA, sondern auch das anderer NATO-Staaten wie Großbritannien und Frankreich "in Betracht ziehen".

In einem Gespräch mit dem staatlichen russischen Medienkanal Rossiya-1 (oder Russia-1), sagte Putin, dass "alle führenden NATO-Länder ihr Hauptziel darin sehen, uns eine strategische Niederlage zuzufügen, damit unser Volk leidet".

Dann fragte Putin den Moderator Pavel Zarubin: "Wie können wir unter diesen Bedingungen ihr nukleares Potenzial nicht in Betracht ziehen?"

Schon zuvor hatte der russische Staatschef in seiner Rede an die Nation den Westen für den Krieg in der Ukraine verantwortlich gemacht. Und er hatte das NEW START-Abrüstungsabkommen mit den USA ausgesetzt.

"Sie schicken Waffen im Wert von Milliarden Dollar in die Ukraine, das ist eine Beteiligung"

Russlands Präsident beschuldigte die Nato-Staaten auch, dass sie in den Konflikt in der Ukraine verwickelt seien. "Sie schicken Waffen im Wert von zig Milliarden Dollar in die Ukraine. Das ist wirklich eine Beteiligung", sagte Putin in dem Rossiya-1-Interview, das am Sonntag ausgestrahlt wurde. "Das bedeutet, dass sie sich, wenn auch indirekt, an den Verbrechen des Kiewer Regimes beteiligen", so Putin.

Putin "weiß nicht (...) das russische Volk überleben kann"

Russlands militärisches Vorgehen in der Ukraine begründete Wladimir Putin mit dem Kampf um das Überleben Russlands.

Das Ziel der führenden Nato-Staaten bestehe laut Putin darin, "die ehemalige Sowjetunion und ihren wichtigsten Teil - die Russische Föderation - aufzulösen", fuhr er fort.

"Ich weiß nicht einmal, ob eine solche ethnische Gruppe wie das russische Volk in der Form, in der es heute existiert, überleben kann", fügte Putin hinzu.

Vor einem Jahr hatte Putin als Argument angeführt, dass sein übergeordnetes Ziel beim Einmarsch in die Ukraine bestehe darin, die "Gefahren für die Sicherheit Russlands" zu verringern. Die westlichen Staaten, die die Kiew - auch mit Waffen unterstützen - wollen die territoriale Integrität der angegriffenen Ukraine verteidigen. Sie unterstreichen immer wieder, dass Grenzen nicht durch Waffengewalt verschoben werden dürfen.