"Obi-Wan Kenobi" mit Ewan McGregor: So waren die ersten beiden Folgen der neuen Star Wars-Serie

Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) sitzt zehn Jahre nach Ende der Filmhandlung von  "Star Wars: Die Rache der Sith" (2005) in einem Versteck auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Hier muss er sich in der nach ihm betitelten Serie vor dem Imperium verstecken. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)
Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) sitzt zehn Jahre nach Ende der Filmhandlung von "Star Wars: Die Rache der Sith" (2005) in einem Versteck auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Hier muss er sich in der nach ihm betitelten Serie vor dem Imperium verstecken. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)

Die "Kernfilme" des Star-Wars-Universums bekommen erzählerische Konkurrenz durch eine Serie. Am Freitag, 27. Mai, startete "Obi-Wan Kenobi" bei Disney+. Dafür kehrten Ewan McGregor und Hayden Christensen in ihre 17 Jahre alten Rollen als Obi-Wan Kenobi und Darth Vader zurück. Lohnt sich das Ganze?

"Jedi können nicht aus ihrer Haut. Ihr Mitgefühl hinterlässt eine Spur", orakelt die dunkle Seite in einer der ersten Szenen von "Obi-Wan Kenobi". Zwei Folgen mit der Lauflänge 56 und 42 Minuten schaltete der Disney-Konzern am Freitagmorgen, 9 Uhr deutscher Zeit, frei. Journalisten bekamen vorab nichts zu sehen, daher gab es auch keine Vorab-Kritiken.

Die Geschichte der ersten Star-Wars-Serie, die sich mit einem Kern-Charakter der im Ursprung neunteiligen Film-Saga beschäftigt, beginnt zehn Jahre nach den Ereignissen von "Star Wars: Die Rache der Sith" (2005). Im Film erlitt Obi-Wan Kenobi seine bisher größte Niederlage und erlebte den Untergang seines besten Freundes und Jedi-Lehrlings Anakin Skywalker. Der wandte sich als böser Sith-Lord Darth Vader der dunklen Seite zu.

Die neue Serie zeigt Kenobi nun zu Anfang als gebrochenen Mann und Fließbandarbeiter in einer Fleischfabrik auf Tatooine. Hier versteckt er sich vor dem Imperium, das Jagd auf im Verborgenen lebende Jedi-Ritter macht. Auf Tatooine wird auch Anakins Sohn Luke vor dem Imperium versteckt - und Kenobi beobachtet ihn aus der Ferne. Doch Luke hat bekanntlich auch eine Schwester, Prinzessin Leia, die auf dem gebirgig grünen Planeten Alderaan aufwächst, dort aber von fiesen Kopfgeldjägern (Red Hot Chili Peppers-Bassist und Gelegenheitsschauspieler Flea) als Lockvogel entführt wird.

Rupert Friend spielt in der neuen Star-Wars-Serie "Obi-Wan Kenobi" ebenfalls mit, allerdings hinter einer Maske versteckt. Durchaus nichts Neues: Der "Mandalorian", immerhin Hauptfigur der ersten Star-Wars-Serie, nahm in Staffel eins seinen das Gesicht verdeckenden Helm genau ein einziges Mal ab. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)
Rupert Friend spielt in der neuen Star-Wars-Serie "Obi-Wan Kenobi" ebenfalls mit, allerdings hinter einer Maske versteckt. Durchaus nichts Neues: Der "Mandalorian", immerhin Hauptfigur der ersten Star-Wars-Serie, nahm in Staffel eins seinen das Gesicht verdeckenden Helm genau ein einziges Mal ab. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)

"Star Wars" bleibt sich treu - im Guten wie im Schlechten

Weil offenbar niemand sonst die Prinzessin retten kann, lässt sich Obi-Wan Kenobi davon überzeugen, sein altes Laserschwert aus dem Wüstensand auszugraben und die Verfolgung des entführten Kindes aufzunehmen. Eine Mission, die ihn in Folge zwei zum wuselig urbanen Planeten Daiju führt, wo halbseidene Geschäftsleute und Häscher des Imperiums bereits auf ihn warten. Zum Ende von Folge zwei erfährt Obi-Wan Kenobi dann, dass Anakin Skywalker alias Darth Vader, dessen Darsteller Hayden Christensen ebenfalls in der Serie wieder dabei ist, noch lebt. Ein erstes, typisches Röchelatmen holt Fans zurück in die alte "Star Wars"-Kernwelt.

Drei Planeten-Welten, die starke Aura von Ewan McGregor und Bilder auf absolutem Blockbuster-Kinoniveau: Optisch und in Sachen Popcorn-Unterhaltungswert lässt die neue "Star Wars"-Serie keine Wünsche offen. Dazu funktioniert der wuchtig intelligente Orchester-Soundtrack der Britin Natalie Holt ("Loki") prima als zusätzliches Erzähl- und Spannungsmoment. Dass die Storys wie auch die Charakterzeichnungen von "Star Wars"-Geschichten sehr klar strukturiert sind, ändert sich auch mit "Obi-Wan Kenobi" nicht. Ihr Erzählkosmos bleibt auch mit der neuen Serie seinen Genre-Elementen Space-Western, Gut-gegen-Böse-Epos und unterhaltsamer Weltenbummelei mit Humorsprengseln treu.

Wer mehr erwartet, etwa philosophische Gedankengebäude und komplexere Dialoge, muss wohl bei der Apple-Konkurrenz "Foundation" nach Isaac Asimov vorbeischauen. Wer sich hingegen für "Star Wars" entscheidet, bekommt den "Star Wars"-Unterhaltungs-Style - das bleibt auch so mit der Serie "Obi-Wan Kenobi". Die restlichen vier Folgen der Staffel erscheinen im Wochenrhythmus, immer mittwochs bis zum Staffelfinale. Wer die gesamte Serie am Stück gucken möchte, muss bis zum 22. Juni warten, wenn die letzte Folge veröffentlicht wird.

Reva (Moses Ingram), Inquisitorin des Imperiums, stellt in der Serie "Obi-Wan Kenobi" bei Disney+ Obi-Wan Kenobi nach. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)
Reva (Moses Ingram), Inquisitorin des Imperiums, stellt in der Serie "Obi-Wan Kenobi" bei Disney+ Obi-Wan Kenobi nach. (Bild: 2022 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.)
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