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Olympia: Paris befürchtet Chaos

Olympia: Paris befürchtet Chaos
Olympia: Paris befürchtet Chaos

Der französischen Hauptstadt Paris droht wegen der Menschenmassen zu Olympia im Sommer (26. Juli bis 11. August) ein Verkehrschaos. „Die Organisation der Olympischen Spiele ist eine Ehre, aber auch eine gewaltige Herausforderung“, sagte Frankreichs Sportministerin Amelie Oudea-Castera im Vorfeld des zweiten von mehreren Workshops zum Thema Verkehr in der Metropole am Dienstag.

Insgesamt rechnet das Pariser Tourismus- und Kongressbüro mit etwa 16 Millionen Besuchern, allein zur Eröffnungsfeier entlang der Seine werden 326.000 Zuschauende erwartet. Um für deren Sicherheit zu sorgen, hat die Polizei die Sicherheitszone, in der motorisierter Verkehr untersagt ist, so weit gezogen, dass gleich drei Bahnhöfe darin liegen. Die französische Bahn blockierte zunächst sämtliche Anfahrten für den Eröffnungstag, an einer Lösung werde jedoch gearbeitet.

Die Organisatoren setzen derweil auch darauf, dass viele Pariser in den Sommerferien die Stadt verlassen. Wer in der Zeit keinen Urlaub nimmt, sollte möglichst im Homeoffice bleiben oder seine Arbeitszeit nach vorne oder hinten schieben - dazu rufen schon jetzt Plakate in den Metros auf. Eigentlich hätte Paris mehrere neue U-Bahnen und eine Schnellbahn zum Flughafen Charles de Gaulle bekommen sollen, doch diese werden nicht rechtzeitig fertig.

"Die Fortbewegung per Rad oder zu Fuß sollte unbedingt bevorzugt werden", sagte Oudea-Castera. Um dies sicherzustellen, solle das Radnetz noch weiter ausgebaut werden. Außerdem sollen etwa 15 Prozent mehr Metros eingesetzt werden. Dass sich dafür jedoch der Ticketpreis für eine einfache Fahrt nahezu verdoppelt, sorgt bei den Parisern für Unverständnis und Ärger.