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OpenAI-Chef Altman zurück im Verwaltungsrat

San Francisco (dpa) - Beim ChatGPT-Entwickler OpenAI hat Firmenchef Sam Altman knapp vier Monate nach seinem kurzzeitigen Rauswurf die bisherige Machtfülle zurückbekommen. So wurde Altman wieder in den Verwaltungsrat von OpenAI berufen, der die Strategie des Entwicklers von Software mit Künstlicher Intelligenz bestimmt.

Er war im November überraschend von Mitgliedern des vorherigen Verwaltungsrates gefeuert worden - kehrte aber nach Protesten von Mitarbeitern wenige Tage später an die Firmenspitze zurück. Eine nun abgeschlossene Untersuchung ergab, dass es keine zwingenden Gründe gegeben habe, Altman zu entlassen.

ChatGPT ist der KI-Chatbot, der vor einem Jahr den Hype um Künstliche Intelligenz mit Erwartungen von einem digitalen Schlaraffenland für alle bis hin zur Angst vor einem Auslöschen der Menschheit auslöste. Entsprechend wurde OpenAI zu einem der wichtigsten Start-ups der Welt - und Altman zum Gesicht der neuen KI-Bewegung. Allein schon deshalb schlug sein plötzlicher Rauswurf hohe Wellen.

Misstrauen soll Grund für Entlassung gewesen sein

Die Mitglieder des Verwaltungsrates setzten Altman Mitte November mit der Begründung ab, man habe das Vertrauen verloren, weil er nicht aufrichtig in seiner Kommunikation mit dem Gremium gewesen sei. Details dazu gab es auch jetzt in der Mitteilung zum Abschluss der Untersuchung nicht.

Allerdings stellte OpenAI klar, dass die Entscheidung nicht von Sorgen um die Sicherheit der KI-Software, das Entwicklungstempo oder die finanzielle Lage ausgelöst worden sei. Nach Altmans Entlassung hatte es Spekulationen gegeben, der Verwaltungsrat sei besorgt gewesen, dass unter seiner Führung die KI-Software ohne Rücksicht auf Sicherheitsbedenken zu schnell entwickelt und kommerzialisiert werde. Die Untersuchung führte die Entlassung lediglich auf einen Vertrauensverlust zwischen Altman und den Verwaltungsratsmitgliedern zurück.

So wurden auch drei weitere neue Mitglieder des Verwaltungsrates bekannt gegeben. Darunter sind die frühere Leiterin der wohltätigen Stiftung von Bill and Melinda Gates, Sue Desmond-Hellmann, und die Chefin der Liefer-App Instacart, Fidji Simo, die in ihrem vorherigen Job für die Facebook-App zuständig war. Dritter Neuzugang ist die frühere Sony-Chefjustiziarin Nicole Seligman. Geführt wird das Gremium seit der Kontroverse um Altman von Software-Unternehmer Bret Taylor, der einst Vorsitzender des Twitter-Verwaltungsrates bei der Übernahme durch Elon Musk war.