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Oscarverleihung: Härtere Witze über Will Smith wurden gestrichen

Anspielungen auf Will Smiths (54) Schlag gegen Chris Rock (58) im Vorjahr gab es bei der Oscarverleihung am Sonntag genug. Doch einige härtere Gags über den Skandal wurden gestrichen. Das verriet jetzt Molly McNearney (45), Oscar-Produzentin und Ehefrau von Jimmy Kimmel (55), dem Moderator der Gala.

Als ob nichts gewesen wäre: Will Smith nach der Ohrfeige mit dem Oscar. (Bild: imago images/Independent Photo Agency Int.)
Als ob nichts gewesen wäre: Will Smith nach der Ohrfeige mit dem Oscar. (Bild: imago images/Independent Photo Agency Int.)

"Wir wollten nicht, dass sich dieses Jahr alles um das letzte Jahr dreht", verriet McNearney gegenüber "Variety". Die Autoren hätten zahlreiche Witze wieder verworfen. "Es gab sicherlich einige, die härter waren, aber wir dachten nicht, dass es unsere Aufgabe wäre, das zu tun", so die Produzentin. "Das sollte Chris Rock machen, nicht wir".

Dennoch war es den Verantwortlichen wichtig, den Vorfall von letztem Jahr zu erwähnen. "Ich glaube, wir sind alle noch ein bisschen geschockt, wie das passiert ist und dass wir uns nach dieser Gewalt eine Dankesrede anhören mussten", sagte McNearney.

Will Smith hatte Chris Rock nach einem Witz über seine Frau Jada Pinkett Smith (51) eine Ohrfeige verpasst. Kein Zuschauer reagierte, auch die Moderatoren bleiben stumm. Kurze Zeit später nahm Will Smith den Oscar als bester Hauptdarsteller entgegen.

Trotz Streichungen: Zahlreiche Gags über Will Smith

Einige Gags über den Smith-Skandal schafften es aber in die Gala. "Wenn irgendjemand in diesem Theater zu irgendeinem Zeitpunkt während der Vorstellung eine Gewalttat begeht, werden Sie mit dem Oscar für den besten Schauspieler ausgezeichnet und dürfen eine 19-minütige Rede halten", sagte Jimmy Kimmel gleich in seinem Eröffnungsmonolog.

Oscarverleihung: Einschaltquoten steigen wieder

Später adressierte er direkt die Stars im Publikum, die im letzten Jahr untätig blieben und Smith später mit stehenden Ovationen feierten. "Tun Sie einfach das, was Sie letztes Jahr getan haben: nichts", sagte Kimmel für den Fall eines Skandals. "Sitzen Sie da und tun Sie absolut nichts. Vielleicht umarmen Sie den Angreifer sogar."

Am Schluss dankte der Moderator ironisch dem installierten Krisenteam, dass bei einem Vorfall intervenieren sollte.

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