Werbung

"Out of Rosenheim": Kult-Filmemacher Percy Adlon ist tot

"Out of Rosenheim"-Regisseur Percy Adlon starb im Beisein seiner Familie in Los Angeles. Der gebürtige Münchner wurde 88 Jahre alt. (Bild: 2011 Getty Images/Mike Coppola)
"Out of Rosenheim"-Regisseur Percy Adlon starb im Beisein seiner Familie in Los Angeles. Der gebürtige Münchner wurde 88 Jahre alt. (Bild: 2011 Getty Images/Mike Coppola)

Die Kult-Komödie "Out of Rosenheim" (1987) gehört nicht nur zu den bekanntesten Filmen von Hauptdarstellerin Marianne Sägebrecht, sondern machte auch Regisseur Percy Adlon schlagartig bekannt. Das bayrisch-amerikanische Roadmovie wurde ein unerwarteter Welterfolg. Nach der Filmvorlage wurde 1990 in den USA die Fernsehserie "Bagdad Cafe" mit Whoopi Goldberg gedreht. Nun starb Percy Adlon im Alter von 88 Jahren.

Die Trauermeldung bestätigte Familie des gebürtigen Münchners am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sei Adlon bereits Sonntag im Beisein seiner Familie in seiner US-Wahlheimat verstorbenen. Percy Adlon lebte in Los Angeles.

In "Out of Rosenheim" dreht sich alles um Marianne Sägebrecht, die sich als Jasmin Münchgstettner während einer Fahrt durch Kalifornien nach einem handfesten Streit von ihrem Mann trennt und allein in der Wüste steht. Mit Handtasche und Koffer in den Händen gelangt sie schließlich in eine kleine Ansiedlung namens Bagdad, die im Wesentlichen aus dem Bagdad Café besteht. Dort lernt Jasmin Leiterin Brenda (CCH Pounder) kennen - der Beginn einer einzigartigen Freundschaft.

Percy Adlon: "Ich bleibe lieber dieser kleine Fisch"

Bereits vor dem Kultfilm arbeiteten Percy Adlon und Sägebrecht für "Zuckerbaby" zusammen. Darin spielte sie eine Angestellte eines Bestattungsinstituts, die sich in die Stimme eines U-Bahn-Fahrers verliebt. Nach seinem Erfolg mit "Out of Rosenheim" zog der Regisseur in die USA. "Ich kam hierher und blieb - wie Jasmin vom Bagdad Café."

Obwohl Percy Adlon lange von einer Hollywoodkarriere träumte, arbeitete er nie mit den großen Studios zusammen. Der Grund? Er habe schnell erkannt, dass er zu dickköpfig sei. "Ich will mein eigenes Budget kontrollieren. Ich bleibe lieber dieser kleine Fisch, von dem all die großen Fische in Hollywood denken, 'Du bist nicht mal Plankton für uns'", erklärte der Regisseur.

Am Montag wurde der Filmemacher von dem bayerischen Kunstminister Markus Blume gewürdigt. Adlon sei ein "Freigeist, Kultregisseur und stolzer Bayer in Hollywood" gewesen. Dank ihm hätten es bayerische Filme auf die internationalen Bühnen geschafft.