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Parlamentswahl in Portugal: Werden sich die Rechten freuen können?

Parlamentswahl in Portugal: Werden sich die Rechten freuen können?

Portugal bereitet sich auf die vorgezogene Parlamentswahl am Sonntag vor. Die Parteien brachten am Freitag ihrer letzten Wahlkampfveranstaltungen über die Bühne.

Die mitte-links-stehende Sozialistische Partei und die mitte-rechts-stehende Sozialdemokratische Partei haben sich in den vergangenen Jahrzehnten als stärkste Kraft stets abgewechselt. Sie düften auch diesmal die meisten der 10,8 Millionen potenziellen Stimmen einheimsen.

Beide große Parteien angeschlagen - Rechte als Königsmacher?

Beide Parteien jedoch sind mit dem Vorwurf der Bestechung und der Vetternwirtschaft behaftet. Die öffentliche Empörung könnte einem Rechtsruck in der europäischen Politik weiteren Auftrieb verleihen, da die rechtspopulistische Partei von der Ernüchterung gegenüber den Mainstream-Parteien profitieren und die Chega-Partei als Königsmacher fungieren könnte.

Die vorgezogene Wahl wurde nötig nachdem der sozialistische Regierungschef António Costa aufgrund der Korruptionsermittlungen im vergangenen November als Ministerpräsident zurückgetreten war. Ihm wurde aber kein Verbrechen vorgeworfen.

50 Jahre Demokratie in Portugal

Eine hohe Inflation, eine Immobilienkrise, Probleme bei öffentlichen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitswesen sind einige der Hauptprobleme, mit denen sich Portugal konfrontiert sieht.

In diesem Jahr jährt sich der Übergang zur Demokratie nach der Revolution in dem südeuropäischen Land zum 50. Mal.